Oncoclínicas erreicht 61,6 Prozent nach Forderungswert
· VinciFi Redaktion

Oncoclínicas hat die Zustimmung von Gläubigern erreicht, die 61,6 Prozent der einbezogenen Forderungen halten. Das liegt über dem erforderlichen Mindestquorum und ebnet den Weg zur gerichtlichen Prüfung eines Schuldenplans über rund 5,7 Milliarden Real.**
Die zustimmenden Gläubiger verfügen über Forderungen von mehr als 3,5 Milliarden Real. Als Berechnungsbasis gelten rund 5,7 Milliarden Real an Schulden, konzerninterne Forderungen sind dabei ausgenommen. Das erforderliche Quorum bezieht sich auf den Wert der Forderungen, nicht auf die Zahl der einzelnen Gläubiger.
Der Plan ist Teil einer außergerichtlichen Restrukturierung. Dabei versucht das Unternehmen, Schulden mit Gläubigern neu zu ordnen und den Plan anschließend gerichtlich bestätigen zu lassen. Die Zustimmung der Gläubiger ist damit ein wichtiger Verfahrensschritt, ersetzt aber nicht die Entscheidung des Gerichts.
Zuvor hatte Oncoclínicas den nötigen Rückhalt zunächst nicht erreicht. Ein Gericht in São Paulo räumte dem Unternehmen daraufhin 15 Tage für eine Stellungnahme ein. In dieser Phase legte die Gesellschaft eine überarbeitete Fassung des Plans vor und warb weiter um Unterstützung. Die Zustimmung überschreitet die gesetzliche Mindestschwelle von 50 Prozent.
Für den brasilianischen Gesundheitskonzern steht damit ein großer Teil seiner Finanzverbindlichkeiten im Mittelpunkt des Verfahrens. Für Gläubiger geht es darum, wie ihre Forderungen im Rahmen des Plans behandelt werden; für das Unternehmen um eine tragfähige Neuordnung seiner Schulden.
Oncoclínicas will nun beim Gericht in São Paulo die Bestätigung des Plans beantragen. Erst mit der gerichtlichen Homologation wäre der nächste formelle Schritt der Restrukturierung abgeschlossen.