ISM: US-Dienstleister verlieren leicht an Schwung
· VinciFi Redaktion

Der ISM-Index für US-Dienstleistungen fiel im Oktober auf 54,5 Punkte und verfehlte damit die Prognose von 54,8. Auch die neuen Aufträge gingen zurück, ein Signal für weniger Dynamik in einem wichtigen Teil der US-Wirtschaft.**
Bei den neuen Aufträgen sank der ISM-Teilindex im Oktober auf 55,9 Punkte. Im September hatte er noch 59,8 erreicht, für Oktober waren 58,5 erwartet worden. Der Rückgang bei den Bestellungen fiel damit stärker aus als beim Gesamtindex.
Im September hatte der Gesamtindex bereits leicht nachgegeben: Er lag bei 54,9 Prozent und damit 0,5 Prozentpunkte unter dem Vormonat. Gleichzeitig zeigten die damaligen Unterindizes noch robuste Aktivität. Der Geschäftstätigkeitsindex lag bei 56,5, der Index für neue Aufträge bei 59,8 und der Auftragsbestand bei 56,6.
Der Oktoberwert von 54,5 liegt knapp unter dem Septemberstand und der Prognose. Zusammen mit dem deutlicheren Rückgang der Neuaufträge ergibt sich ein abgekühltes Bild der Nachfrage bei Dienstleistungsunternehmen. Der Gesamtindex bewegt sich dabei weniger stark als der Auftragsindikator.
Der ISM erhebt die Einschätzungen von Unternehmen aus dem Dienstleistungssektor. Seine Monatswerte bieten damit einen zeitnahen Hinweis darauf, wie sich Aktivität und Nachfrage in diesem Bereich entwickeln. Für die Konjunkturbeobachtung ist der Unterschied zwischen dem Gesamtindex und den Neuaufträgen relevant: Der Gesamtwert fiel nur leicht, während der Bestellindikator deutlicher nachgab. Die Oktoberumfrage zeigt somit weiterhin unterschiedliche Signale innerhalb des Sektors.