Japan: Wohnungsbaustarts liegen 2,743 % im Minus
· VinciFi Redaktion

Japans Wohnungsbaustarts lagen im jüngsten Jahresvergleich 2,743 Prozent niedriger. Das verfehlt die Prognose eines Anstiegs um 2,85 Prozent und steht im Gegensatz zum Vorwert.**
Bei den Aufträgen großer japanischer Wohnungsbauunternehmen zeigte sich im September ein gemischtes Bild. Fünf Anbieter meldeten mehr Aufträge für Mietwohnungen als im Vorjahresmonat. Die Auftragszahlen messen jedoch Geldbeträge und nicht die Zahl der begonnenen Wohnungen.
Im August hatte Japan 63.974 neue Wohnungen begonnen, 6,1 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Damit waren die Starts fünf Monate in Folge im Jahresvergleich gestiegen. Der jüngste Wert markiert einen Rückgang gegenüber dem Vorwert und liegt zugleich unter der Prognose. Die Veränderung der Starts kann für Bauunternehmen und Anbieter von Baumaterialien ein Hinweis auf die Entwicklung neuer Projekte sein.
Der Rückgang folgt auf mehrere Jahre mit sinkenden Jahreszahlen. 2025 wurden 740.667 Wohnungen begonnen, 6,5 Prozent weniger als 2024. Es war der dritte Rückgang in Folge. Für das japanische Haushaltsjahr 2026 erwartet das Forschungsinstitut für Bauwirtschaft dagegen einen Anstieg der Starts um 6,2 Prozent. Als Gründe nennt es unter anderem eine Erholung nach dem Rückgang im Vorjahr sowie steuerliche und staatliche Fördermaßnahmen.
Die bereits laufenden Bauarbeiten entwickelten sich zuletzt positiver als die Starts: Der Wert privater Wohnungsbauarbeiten stieg im August gegenüber dem Vorjahr um 8,3 Prozent. Er bildet den Baufortschritt ab und nicht die Zahl neuer Baustarts; Veränderungen bei den Starts zeigen sich in der Bautätigkeit zudem oft erst mit Verzögerung. Für das Haushaltsjahr 2026 hält die Prognose des Forschungsinstituts somit an einem Plus bei den Wohnungsbaustarts fest.