Iran zeigt sich offen für neuen Vermittler-Vorschlag
· VinciFi Redaktion

Eine iranische Quelle sagt, Teheran gehe positiv auf den jüngsten Vorschlag der Vermittler ein. Das könnte den Gesprächen über das Atomprogramm und ein Ende des Kriegs neuen Spielraum geben.**
Fragen rund um das Atomprogramm seien zuvor nicht Teil der Gespräche gewesen. Die positive Reaktion ist ein Signal für Gesprächsbereitschaft, aber noch keine Einigung. Die Beteiligten verhandeln weiter über Vorschläge.
Ein ranghoher iranischer Vertreter sagt zudem, Teheran habe den USA über Katar einen eigenen Vorschlag zum Atomprogramm übermittelt. Besprochen werden solle es erst, wenn die USA sieben iranische Forderungen erfüllen. Der Vorschlag der Vermittler und Irans eigenes Papier sind damit zwei getrennte Verhandlungsstränge.
Zu den iranischen Forderungen zählen die Aufhebung der Sanktionen und die Freigabe eingefrorener iranischer Vermögenswerte. Iran macht ihre Erfüllung außerdem zur Bedingung für die Wiederöffnung der Straße von Hormus und den Neustart der Friedensgespräche, einschließlich der Gespräche über das Atomprogramm. Die Verhandlungen reichen damit über die nuklearen Aktivitäten hinaus. Ihr Verlauf könnte auch für den Schiffsverkehr in der Region und die Energiemärkte relevant sein.
Katar vermittelt zwischen Washington und Teheran
Katarische Vermittler reisten am Montagabend nach Teheran, um über eine Fassung eines Entwurfs für ein US-iranisches Abkommen zu sprechen. Ein iranischer Vertreter sagte, die Vermittler arbeiteten daran, die Differenzen zwischen Teheran und Washington zu verringern. Die Gespräche betreffen sowohl den jüngsten Vorschlag der Vermittler als auch Irans eigene Bedingungen.
Die US-Regierung prüft nach Angaben eines ranghohen iranischen Vertreters das über Katar übermittelte Papier. Katar setzt seine Vermittlung zwischen Washington und Teheran fort.