Iran knüpft Hormus-Öffnung an sieben US-Bedingungen
· VinciFi Redaktion

Iranische Vertreter knüpfen eine Öffnung der Straße von Hormus weiterhin an Forderungen an die USA. Eine Öffnung könnte den Druck auf die Energieversorgung und den Ölmarkt verringern, doch ein Abkommen gibt es bislang nicht.**
Eine nicht näher bezeichnete Quelle erklärte, bis zur Umsetzung der iranischen Bedingungen durch die USA werde es „definitiv keine neuen Ereignisse oder Aktionen“ geben. Sie behauptete außerdem, Iran habe die Straße vollständig militärisch unter Kontrolle und kein US-Schiff wage sich auf mehrere hundert Kilometer heran.
Iran erklärte, die Straße innerhalb von zwei Tagen wieder öffnen zu können, sofern die USA die Forderungen erfüllten. Zuvor hatte Teheran einen Ablauf über sieben Tage vorgeschlagen. Die verkürzte Frist ist ein Vorschlag, keine vereinbarte Öffnung.
Verhandlungen und Sanktionen stehen im Mittelpunkt
Zu den von iranischen Vertretern genannten Bedingungen gehören ein Ende der Kampfhandlungen, die Freigabe eingefrorener iranischer Vermögen, die Aufhebung von Sanktionen gegen den Ölsektor und ein Ende der US-Seeblockade iranischer Häfen. Außenminister Abbas Araghchi nannte zudem eine mit Oman abgestimmte Durchfahrtsroute und eine Verringerung der US-Truppen in der Region. Die Bedingungen betreffen damit sowohl die Sicherheit der Schifffahrt als auch den Zugang Irans zu Ölgeschäften.
Die Gespräche laufen über Vermittler. Außenamtssprecher Esmaeil Baghaei sagte, Nachrichten würden mit Washington ausgetauscht. Ob die USA den Bedingungen zustimmen, ist entscheidend für den von Iran vorgeschlagenen Zeitplan.
Hormus bleibt ein Risikofaktor für den Ölmarkt
Die US-Energiebehörde EIA schätzte, dass eingeschränkte Durchfahrten durch Hormus im März die Ölproduktion von sechs Golfstaaten insgesamt um 7,5 Millionen Barrel pro Tag verringerten. Am Montag fielen die Brent-Futures im Zuge neuer Hoffnungen auf Diplomatie zeitweise um 7,7 Prozent auf 104,66 US-Dollar je Barrel. Eine tatsächliche und sichere Wiederaufnahme des Schiffsverkehrs könnte die Sorge vor weiteren Lieferausfällen mindern. Damit stehen die Verhandlungen über die US-Seeblockade neben dem Risiko weiterer Lieferausfälle im Zentrum des Ölmarkts.