Frankreich prüft mehr kurzlaufende Staatsanleihen

· VinciFi Redaktion

Frankreich prüft mehr kurzlaufende Staatsanleihen

Frankreich erwägt laut einem Bericht, mehr kurzlaufende Staatsanleihen auszugeben. Das könnte die Laufzeitenstruktur der staatlichen Finanzierung verändern.**

Was passiert ist

Frankreich erwägt, mehr kurzlaufende Staatsanleihen auszugeben. Finanzminister Roland Lescure sagte dem Bericht zufolge, Investoren seien zunehmend weniger bereit, länger laufende französische Anleihen zu halten.

Die Rendite zehnjähriger französischer Anleihen stieg laut der Meldung auf 4,91 %. Bei zweijährigen Papieren lag sie bei 3,61 %. Der Abstand zwischen beiden Renditen betrug demnach rund 130 Basispunkte. Lescure sagte, die Nachfrage nach zehnjährigen Papieren sei weiterhin solide. Die Ausgabe von Anleihen mit 30 Jahren Laufzeit sei dagegen „etwas kniffliger“ (übersetzt).

Hintergrund

Ein weiterer Bericht beschreibt französische Staatsanleihen als schwächer als andere Staatsanleihen in der Eurozone. Als Belastungsfaktoren nennt er die Haushaltsgespräche und Proteste im Land.

Was das bedeuten kann

Sollte Frankreich tatsächlich mehr kurzlaufende Anleihen ausgeben, könnte sich dadurch die Laufzeitenstruktur seiner Finanzierung verschieben. Das kann für den europäischen Anleihemarkt relevant sein, weil sich das Angebot französischer Papiere über verschiedene Laufzeiten verändern könnte. Wie sich Nachfrage und Finanzierungskosten entwickeln, hängt auch von der weiteren Haushalts- und Marktlage ab.

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