Fire Point meldet Treffer auf Rosneft-Raffinerie
· VinciFi Redaktion

Der ukrainische Drohnenhersteller Fire Point erklärt, ukrainische Streitkräfte hätten die Raffinerie Novokuibyshevsk in der russischen Region Samara getroffen.**
Der Gouverneur der Region Samara, Vyacheslav Fedorishchev, meldete am Morgen des 30. Oktober einen Drohnenangriff und den Einsatz der Luftabwehr. Er nannte die Raffinerie dabei nicht. Fire Point erklärte, auf dem Werksgelände seien zahlreiche Treffer registriert worden.
Betroffen ist eine Dieselanlage
Die Raffinerie gehört zum Konzern Rosneft und kann laut Fire Point jährlich rund 8,8 Millionen Tonnen Rohöl verarbeiten. Die genannte Zahl beschreibt die Auslegungskapazität, nicht die aktuelle Produktion. Fire Point zufolge wurde eine Anlage zur Hydroreinigung von Diesel getroffen. Ob die Anlage oder andere Teile des Werks nach dem Angriff stillstanden, geht aus den Angaben nicht hervor.
Die Raffinerie stellt verschiedene Kraftstoffe her, darunter Diesel und Flugkraftstoff. Damit betrifft der gemeldete Treffer einen Betrieb, der für die Versorgung mit mehreren Produkten wichtig ist. Ein tatsächlicher Ausfall und mögliche Folgen für die Liefermengen sind bislang nicht beziffert.
Rosneft meldete für das erste Halbjahr 2026 eine Raffinerieverarbeitung von 35,5 Millionen Tonnen in ganz Russland. Das ist eine konzernweite Zahl und lässt sich nicht der Anlage in Novokuibyshevsk zurechnen. Der Konzern führte den Rückgang seiner Verarbeitung auf Wartung und Reparaturen sowie logistische Einschränkungen zurück.
Fire Point zufolge bestätigte das Unternehmen im Oktober außerdem Treffer auf Raffinerien in der Region Omsk, in der Republik Komi und in St. Petersburg. Der Angriff auf Novokuibyshevsk reiht sich damit in weitere von dem Drohnenhersteller gemeldete Angriffe auf russische Energieanlagen ein.