China droht der EU mit Vergeltung bei Importbeschränkungen

· VinciFi Redaktion

China droht der EU mit Vergeltung bei Importbeschränkungen

China warnt vor Gegenmaßnahmen, falls die EU neue Handelsbeschränkungen für chinesische Importe einführt. Der Streit könnte Handelsbeziehungen belasten, während Brüssel zugleich für Dezember eine Initiative zur Diversifizierung von Lieferketten vorbereitet.**

Das chinesische Handelsministerium hat für den Fall diskriminierender EU-Beschränkungen für chinesische Importe eine entschlossene Reaktion angekündigt. Neue Maßnahmen sind noch nicht beschlossen. Zugleich sprechen beide Seiten weiter über Handelsfragen.

2025 kamen 28 Prozent der EU-Hightech-Importe aus China. Das entsprach Waren im Wert von 150,4 Mrd. Euro. Aus den USA importierte die EU Hightech-Produkte für 131,4 Mrd. Euro, aus der Schweiz für 32,6 Mrd. Euro. Besonders Elektronik und Telekommunikationsgeräte sowie Computer und Büromaschinen prägten die Hightech-Einfuhren aus China. Die Werte beziehen sich auf Hightech-Produkte, nicht auf den gesamten EU-Warenhandel.

Die Europäische Zentralbank zählt Transportausrüstung und andere Investitionsgüter zu den Branchen, die stärkerem Wettbewerb aus China ausgesetzt sind.

Viele Firmen mit China-Geschäft rechnen zudem mit anhaltenden Handelshemmnissen: In einer von der EU-Kommission veröffentlichten Erhebung erwarteten 60 Prozent der Unternehmen, dass Zölle langfristig ein Hindernis bleiben. Die Einschätzung bezieht sich auf Firmen, die mit China Handel treiben.

Die EU arbeitet bereits daran, Bezugsquellen für wichtige Rohstoffe breiter aufzustellen. Am 9. Oktober wählte die Kommission 46 strategische Projekte in 16 Mitgliedstaaten aus. Sie sollen dazu beitragen, dass die EU bis 2030 mindestens zehn Prozent ihres jährlichen Bedarfs an strategischen Rohstoffen selbst fördert und 40 Prozent verarbeitet.

Für Dezember bereitet die EU eine weitere Initiative zur Diversifizierung von Lieferketten vor. Sie könnte Unternehmen zusätzliche Wege eröffnen, ihre Abhängigkeit von einzelnen Lieferländern zu verringern.

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