Blockchain.com soll 500 Mio. Dollar per US-IPO anpeilen
· VinciFi Redaktion

Blockchain.com strebt Berichten zufolge einen US-Börsengang mit einem Volumen von 500 Millionen US-Dollar an. Die dabei angepeilte Bewertung könnte zeigen, wie viel Anleger heute für das Kryptounternehmen zu zahlen bereit sind.**
Was passiert ist
Blockchain.com will Berichten zufolge bei einem US-Börsengang 500 Millionen US-Dollar einsammeln. Die Kryptoplattform peilt dabei eine Unternehmensbewertung von 4 bis 6 Milliarden US-Dollar an. Beide Größen sind Zielwerte, keine feststehenden Konditionen.
Wie es heißt, hat das Unternehmen bereits im Laufe dieses Jahres vertraulich Unterlagen bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht. Zudem soll Blockchain.com in den vergangenen drei Jahren auf bereinigter Basis profitabel gewesen sein. Das ist nicht automatisch mit einem Nettogewinn nach allen Aufwendungen gleichzusetzen.
Der Umfang des Börsengangs bleibt laut dem Bericht veränderlich: Das Unternehmen könnte bei Bedarf auch weniger Geld aufnehmen. Die Konditionen können sich ebenfalls noch ändern.
Die angestrebte Bewertung liegt deutlich unter einem früheren Niveau. Berichten zufolge wurde Blockchain.com 2022 mit 14 Milliarden US-Dollar bewertet. Eine spätere Finanzierungsrunde senkte diesen Wert um mehr als die Hälfte.
Hintergrund
Laut eigener Unternehmensdarstellung begann Blockchain.com 2011. Zu den frühen Angeboten gehörte eine Suchmaschine für Bitcoin-Transaktionen. Hinzu kam eine Wallet, mit der Nutzer Kryptowerte selbst verwahren können. Heute richtet sich das Unternehmen sowohl an Privatkunden als auch an institutionelle Kunden.
Was das bedeuten kann
Ein erfolgreicher Börsengang könnte Blockchain.com Zugang zu zusätzlichem Kapital verschaffen. Die tatsächlich erzielte Bewertung könnte zugleich einen Vergleichspunkt für andere Kryptounternehmen liefern.
Wenn du Aktien aus der Kryptobranche hältst, könnte die Nachfrage nach einer solchen Neuemission auch für deren Bewertung eine Rolle spielen. Daraus lässt sich aber keine bestimmte Kursreaktion ableiten. Entscheidend für die Aussagekraft wären die endgültigen Konditionen und die dann veröffentlichten Geschäftszahlen.