Berichte über möglichen Iran-Plan von USA und Israel
· VinciFi Redaktion

Berichten zufolge arbeiten die USA und Israel an einem Plan für mögliche Angriffe auf Iran nach der Wahl. Die Berichte beschreiben einen möglichen Plan, nicht die Entscheidung zu einem Einsatz; neue Spannungen könnten die Sorgen um die Ölversorgung im Persischen Golf verstärken.**
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth traf am Montag in Israel Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Hegseth bestätigte am Dienstag das Gespräch, nannte aber keine Einzelheiten. Ein Sprecher Netanjahus sagte, beide hätten über regionale Bedrohungen und die offensive wie defensive Zusammenarbeit der USA und Israels gesprochen.
Die Angaben zeichnen kein einheitliches Bild vom Zeitplan. Netanjahu soll Angriffe vor der israelischen Wahl am 27. Oktober gewollt und das Militär darauf vorbereitet haben. Ein anderer Bericht besagt, die israelischen Streitkräfte hätten keinen Angriff vor der Wahl geplant. Zudem heißt es, US-Präsident Donald Trump habe eine für Oktober geplante Offensive gestoppt. Ein berichteter Plan ist damit nicht gleichbedeutend mit einem beschlossenen Einsatz.
Die USA und Israel hatten Ende Februar gemeinsam Ziele in Iran angegriffen. Eine Wiederaufnahme der Kämpfe wäre damit eine neue Eskalation. Die Angaben nennen unterschiedliche politische Zeitpunkte: die israelische Wahl am 27. Oktober und die US-Zwischenwahlen im November.
Ölmarkt bleibt empfindlich für Risiken im Golf
Die Spannungen in der Region können auch über die Energieversorgung auf die Märkte wirken. Brent-Öl kostete am Mittwoch 108,82 US-Dollar je Barrel. Im Oktober hatten sich die Ölströme aus dem Persischen Golf fast auf das Niveau vor dem Iran-Krieg erholt. Diese Erholung könnte durch neue militärische Spannungen oder Risiken für den Schiffsverkehr unter Druck geraten.
Für den Ölmarkt zählt, ob die Versorgung aus der Region ungestört bleibt. Eine Eskalation könnte den Risikoaufschlag auf Öl erhöhen. Als nächste politische Wegmarke steht die israelische Wahl am 27. Oktober an; die US-Zwischenwahlen folgen im November.