Bericht: Meta erwägt neue Aktienverkäufe
· VinciFi Redaktion

Meta erwägt laut einem Bericht stimmrechtslose Aktien und weitere Aktienverkäufe; eine Ankündigung könnte schon am Mittwoch folgen. Eine mögliche Ausgabe könnte frisches Kapital für den KI-Ausbau bringen, zugleich aber bestehende Anteile verwässern.**
Ein Meta-Sprecher wollte Pläne für einen weiteren Aktienverkauf weder bestätigen noch dementieren. Berichten zufolge könnte eine größere Aktienemission eine zusätzliche Finanzierungsquelle für den Ausbau der KI-Infrastruktur werden. Meta hatte diesen Ausbau bislang über die Ausgabe von Schulden finanziert und keine große Zweitplatzierung vorgenommen.
Hohe KI-Ausgaben setzen den Finanzierungsrahmen
Der Kapitalbedarf fällt in eine Phase stark steigender Investitionen. Analysten erwarteten für das dritte Quartal einen Umsatz von 63,3 Mrd. US-Dollar. Das läge nahe am oberen Ende der von Meta vorgegebenen Spanne von 61 bis 64 Mrd. US-Dollar. Die Investitionsausgaben sollten den Erwartungen zufolge gegenüber dem Vorjahresquartal um 117 % auf 41 Mrd. US-Dollar steigen.
Zum Vergleich: Im zweiten Quartal 2026 setzte Meta 60,801 Mrd. US-Dollar um, 28 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Im zweiten Quartal 2025 waren es 47,516 Mrd. US-Dollar. Das Umsatzwachstum zeigt die Entwicklung des Geschäfts; die erwarteten Investitionen verdeutlichen zugleich den hohen Mittelbedarf für den KI-Ausbau. Eine Aktienemission würde zusätzliches Eigenkapital einbringen. Bei einer steigenden Zahl ausgegebener Aktien würde der prozentuale Anteil bisheriger Aktionäre sinken.
Meta zahlt daneben eine Quartalsdividende. Der Verwaltungsrat beschloss im September 0,525 US-Dollar je Aktie der Klassen A und B. Eine neue Aktienklasse ohne Stimmrecht würde sich von diesen bestehenden Aktien unterscheiden.
Quartalszahlen stehen am selben Tag an
Eine Ausgabe neuer Aktien könnte für Meta eine weitere Finanzierungsquelle neben Anleihen und dem laufenden Geschäft werden. Für Anleger in großen Technologiewerten kann der Schritt auch deshalb relevant sein, weil die Finanzierung der KI-Investitionen die Bewertung und den Anteil bestehender Aktionäre berühren könnte.
Meta hatte angekündigt, die Ergebnisse des dritten Quartals am Mittwoch, dem 21. Oktober, nach Börsenschluss zu veröffentlichen. Der Termin fällt damit auf denselben Tag, an dem eine Ankündigung zu den Aktienplänen folgen könnte.



