Bericht: AstraZeneca soll 10 Mrd. Dollar geboten haben
· VinciFi Redaktion

Berichten zufolge hat AstraZeneca Rhythm Pharmaceuticals ein Angebot über 10 Mrd. US-Dollar gemacht. Ein Angebot ist noch kein abgeschlossener Kauf und könnte Rhythms Eigentümerstruktur verändern.**
Rhythm entwickelt Medikamente für seltene Erkrankungen, darunter Behandlungen, die auf den Melanocortin-4-Rezeptor abzielen. Das Unternehmen änderte Anfang November die Lizenzvereinbarung für den Wirkstoffkandidaten Bivamelagon: Die Lizenzzahlungen an LG Chem steigen um 350 Millionen US-Dollar, im Gegenzug sinken die Lizenzgebühren für Rhythms MC4R-Portfolio auf 1 Prozent des weltweiten Nettoumsatzes.
Zugleich sicherte sich Rhythm eine Kreditfazilität von bis zu 750 Millionen US-Dollar. Das Unternehmen erklärte, die Finanzierung solle unter anderem die weltweite Vermarktung und weitere Forschung unterstützen. Der Deal mit LG Chem zeigt, dass Rhythm seine Medikamentenpipeline und die Vermarktung eigener Produkte weiter ausbaut.
Rhythms Geschäft wächst, die Finanzierung bleibt zentral
Im dritten Quartal meldete Rhythm einen Umsatz von 92,13 Millionen US-Dollar. Daneben arbeitet das Unternehmen an weiteren Wirkstoffen; für eine Phase-III-Studie erwartet Rhythm, die ersten Patienten im Januar zu behandeln.
Das berichtete Angebot über 10 Milliarden US-Dollar wäre ein möglicher Schritt hin zu einer Übernahme, nicht deren Vollzug. Ob Rhythm das Angebot annimmt oder die Verhandlungen weitergehen, ist damit nicht geklärt. Für AstraZeneca könnte ein Erwerb den Zugang zu Rhythms Medikamenten und Entwicklungsprojekten bedeuten; für Rhythm stünden die Finanzierung seiner Pipeline und die künftige Vermarktung unter einem neuen Eigentümer im Raum.
Der Januar ist dabei der nächste genannte Termin: Dann erwartet das Unternehmen den Start der Behandlung erster Patienten in einer Phase-III-Studie.