Applied Materials und Intel planen neue KI-Chiptechnik
· VinciFi Redaktion

Applied Materials und Intel wollen Berichten zufolge gemeinsam die nächste Generation von Chiptechnologien für künstliche Intelligenz entwickeln. Die Zusammenarbeit könnte den Weg vom Forschungslabor zur Massenfertigung verkürzen.**
Was passiert ist
Applied Materials und Intel wollen Berichten zufolge gemeinsam an neuen Fertigungstechnologien für KI-Chips arbeiten. Die Arbeiten sollen dem Bericht zufolge am EPIC Center von Applied Materials im Silicon Valley und an Intels Forschungsstandort in Oregon stattfinden.
Berichten zufolge erweitern die Unternehmen ihre bestehende Forschungs- und Entwicklungspartnerschaft. Im Mittelpunkt stehen neue Transistoren, also die elektronischen Schalter eines Chips, Verbindungen zwischen Bauteilen und fortschrittliche Gehäuse- und Verbindungstechniken. Letztere werden unter dem Begriff Advanced Packaging zusammengefasst.
Zur Zusammenarbeit sollen auch Entwicklungen rund um Intels Foveros-Technologie gehören, mit der Chipbausteine dreidimensional gestapelt werden. Ziel ist es dem Bericht zufolge, neue KI-orientierte Halbleitertechnologien schneller in die Fertigung großer Stückzahlen zu bringen. Das beschreibt ein Entwicklungsziel, keinen bereits erreichten Produktionsfortschritt.
Hintergrund
Applied Materials richtet sein EPIC Center auf die gemeinsame Entwicklung und schnellere Markteinführung neuer Halbleitertechnologien aus. Laut Unternehmensmitteilung soll das Zentrum noch 2026 betriebsbereit sein.
Erst am 1. Oktober kündigte Applied Materials zudem eine erweiterte Zusammenarbeit mit dem Ausrüstungsspezialisten Besi an. Auch dabei geht es um das Verbinden und Stapeln von Chipbausteinen für KI-Anwendungen. Besi wird dafür Innovationspartner am EPIC Center. Die berichtete Kooperation mit Intel fügt sich damit in einen breiteren Ausbau gemeinsamer Entwicklungsarbeit ein.
Was das bedeuten kann
Gelingt der schnellere Übergang zur Serienfertigung, könnte Intel neue Chiptechnologien früher nutzbar machen. Für Applied Materials könnten daraus zusätzliche Geschäftsmöglichkeiten mit Fertigungstechnik entstehen. Forschungserfolge allein würden allerdings noch keine zusätzlichen Umsätze garantieren.
Wenn du Aktien der beiden Unternehmen hältst, könnte die Kooperation deshalb langfristig relevant sein. Ein konkreter kurzfristiger Effekt auf Gewinn oder Marge lässt sich aus der Meldung nicht ableiten.



