Intel: BofA stuft Aktie auf Neutral herab
· VinciFi Redaktion

Bank of America senkt Intels Einstufung von Buy auf Neutral und das Kursziel von 145 auf 100 US-Dollar. Der Schritt folgt auf einen schwachen Ausblick für das vierte Quartal und kann die Erwartungen an Intels Turnaround belasten.**
Im dritten Quartal erzielte Intel einen bereinigten Gewinn je Aktie von 52 US-Cent. Analysten hatten mit 40 US-Cent gerechnet. Der Umsatz lag bei 16,51 Mrd. US-Dollar und damit knapp über der Schätzung von 16,5 Mrd. US-Dollar. Trotzdem verlor die Intel-Aktie am Freitag rund 25 Prozent, nachdem der Ausblick für das Jahresende enttäuscht hatte.
Für das vierte Quartal stellt Intel einen bereinigten Gewinn je Aktie von 25 US-Cent und einen Umsatz zwischen 15 und 16 Mrd. US-Dollar in Aussicht. Damit rechnet der Konzern mit einem schwächeren Geschäft als im dritten Quartal. Der Ausblick lenkt den Blick auf die Nachfrage nach PCs und die Versorgung mit Chips.
PC-Schwäche verzögert laut BofA den Turnaround
Bank of America begründet die Herabstufung unter anderem mit rückläufigen PC-Auslieferungen und Engpässen bei der Versorgung. BofA-Analyst Vivek Arya erwartet, dass die PC-Auslieferungen im vierten Quartal gegenüber dem Vorquartal um 25 bis 30 Prozent sinken. Für die erste Hälfte 2027 rechnet er zudem mit weiteren Lagerkorrekturen.
Auch Intels Auftragsfertigung spielt in der Einschätzung eine Rolle. Bank of America sieht noch nicht genügend Fortschritte dabei, externe Kunden für dieses Geschäft zu gewinnen. Damit treffen bei Intel die Nachfrage nach eigenen PC-Chips und der Ausbau des Fertigungsgeschäfts auf unterschiedliche Hürden.
Das Kursziel spiegelt BofAs Einschätzung wider
Mit dem Schritt stuft Bank of America Intel von Buy auf Neutral herab. Das neue Kursziel von 100 US-Dollar liegt 45 US-Dollar unter dem bisherigen Ziel von 145 US-Dollar. Beide Werte sind Einschätzungen der Bank, keine feststehenden Marktpreise.
Die Neubewertung kommt trotz besser als erwarteter Q3-Werte beim bereinigten Gewinn je Aktie. Für Intels Erholung rücken damit der schwächere Ausblick, die PC-Nachfrage und die Fortschritte bei der Auftragsfertigung in den Vordergrund.



