Anthropic könnte Investment-Grade nach IPO verfehlen
· VinciFi Redaktion

Blackstone hält es für möglich, dass Anthropic nach einem Börsengang kein Investment-Grade-Rating erhält. Eine solche Einstufung kann die Kreditkonditionen des KI-Unternehmens beeinflussen.**
Zum 30. Juni hatte Anthropic kurzfristige Schulden von 6,2 Mrd. US-Dollar. Zusätzlich nennt der Börsenprospekt eine fünfjährige revolvierende Kreditlinie über 15 Mrd. US-Dollar.
Für die Kreditlinie ist das Rating unmittelbar relevant. Garantien und Sicherheiten sollen laut Prospekt freigegeben werden, wenn Anthropic von mindestens zwei der drei großen Ratingagenturen eine Investment-Grade-Einstufung erhält. Auch die Zinsen der Kreditlinie hängen von der Bonität ab.
Für Anthropic ist das besonders wichtig, weil neben den bestehenden Verbindlichkeiten auch der Zugang zu weiterem Kapital eine Rolle spielt. Die Frage nach Investment Grade betrifft deshalb nicht nur das Etikett auf einer Bonitätsnote, sondern kann beeinflussen, zu welchen Bedingungen das Unternehmen Kredite erhält.
Anthropic hat bei der US-Börsenaufsicht SEC einen S-1 für einen geplanten Börsengang eingereicht. Das Unternehmen plant eine Notierung an der Nasdaq unter dem Kürzel ANT. Damit steht zunächst das Verfahren für den geplanten Börsengang an; Blackstones Einschätzung betrifft die mögliche Bonitätseinstufung nach einer solchen Notierung.