US-Schlussauktion zeigt negative Salden trotz Börsenplus
· VinciFi Redaktion

Die MOC-Daten wiesen bei vier US-Marktgruppen negative Ungleichgewichte aus: 736,2 Millionen beim S&P 500 bis 1.711,3 Millionen bei den Magnificent Seven. Das Auktionssignal stand quer zum Handelstag: Dow, S&P 500 und Nasdaq Composite schlossen mit Gewinnen.**
Der ausgewiesene Saldo lag beim Nasdaq 100 bei minus 1.111,3 Millionen und beim Dow 30 bei minus 1.531,6 Millionen. Die Werte für den S&P 500 und die Magnificent Seven betrugen minus 736,2 Millionen beziehungsweise minus 1.711,3 Millionen. Sie beziehen sich auf Ungleichgewichte der Schlussauktion und nicht auf die Tagesrendite der Indizes.
Bei einer Schlussauktion werden Kauf- und Verkaufsaufträge zum Handelsende zusammengeführt. Nasdaq erklärt, dass US-Auktionen Ungleichgewichte bereits während des laufenden Handels veröffentlichen. An der New York Stock Exchange beginnt die Veröffentlichung der Schlussauktionsdaten um 15:50 Uhr Ortszeit und wird sekündlich aktualisiert. Für Market-on-Close- und Limit-on-Close-Aufträge gilt dort ebenfalls eine Frist um 15:50 Uhr für Eingabe, Änderung und Stornierung.
Börsenplus trotz gegensätzlicher Auktionssignale
Die Schlusskurse zeigen, wie anders der Handelstag insgesamt verlief: Der Dow Jones Industrial Average gewann 3,19 Prozent, der S&P 500 1,80 Prozent und der Nasdaq Composite 1,78 Prozent. Der Nasdaq Composite ist dabei nicht der Nasdaq 100 aus den MOC-Daten. Die Kennzahlen beschreiben also unterschiedliche Indizes und verschiedene Abschnitte des Handels.
Den Markt bewegten am Mittwoch auch die US-Zwischenwahlen. Berichte beschrieben den Wahlerfolg der Demokraten als Faktor, der politische Unsicherheit verringerte und die Risikobereitschaft stützte. Zugleich gerieten Aktien von Rechenzentrumsunternehmen wegen möglicher strengerer KI-Regeln unter Druck. Innerhalb des S&P 500 legte der Bereich zyklischer Konsumgüter um 5 Prozent zu, während der Energiesektor 5,1 Prozent verlor. Brent-Öl fiel unter 95 US-Dollar je Barrel.
Der Schlusskurs dient als wichtige Referenz
Die Schlussauktion der New York Stock Exchange setzt laut der Börse einen Preis, auf den sich unter anderem Indizes, Fondsbewertungen und Derivateabrechnungen beziehen. Dort werden im Tagesdurchschnitt rund 44 Mrd. US-Dollar umgesetzt. Negative MOC-Salden können deshalb für die Preisfindung zum Handelsschluss relevant sein, auch wenn die großen US-Indizes an diesem Tag deutlich höher schlossen.