Trump sieht Kanada-Deal kurz vor dem Abschluss
· VinciFi Redaktion

Donald Trump sagt, die USA und Kanada stünden kurz vor einem Handelsabkommen. US-Bauern sollen dabei von Zöllen entlastet werden, doch eine Einigung ist noch nicht beschlossen.**
Trump sagte, US-Bauern müssten im Rahmen des möglichen Abkommens keine Zölle zahlen. Die Gespräche betreffen damit auch die kanadischen Agrarzölle auf US-Waren. Eine konkrete Vereinbarung gibt es bislang nicht. Kanadas Premierminister Mark Carney sprach nach einem Telefonat mit Trump von einem guten Gespräch über die Zukunft des Handels.
Dünger bleibt ein wichtiger Streitpunkt
Für den Handel mit Dünger ist entscheidend, welche Produkte ein Abkommen erfasst. Kanada ist der weltweit größte Produzent und Exporteur von Kali. 53 Prozent der kanadischen Kaliexporte gingen 2024 in die USA. Laut Fertilizer Canada wird mehr als 90 Prozent des kanadischen Düngers exportiert; der US-Markt nimmt davon deutlich mehr als die Hälfte ab.
Auch für die Versorgung amerikanischer Betriebe ist Kanada zentral: Das Land stellt laut einer Analyse 81 Prozent der US-Importe von kaliumbasierten chemischen Düngemitteln. Zölle auf diese Lieferungen könnten daher die Kosten entlang der nordamerikanischen Agrar- und Lebensmittelkette erhöhen. Das betrifft sowohl US-Landwirte als auch kanadische Düngerexporteure.
Die Zollpolitik hat den Sektor bereits verändert. Anfang 2025 belegte Trump kanadische Waren zunächst mit einem pauschalen Zoll von 25 Prozent. Die Debatte um ein neues Abkommen fällt damit in einen Handelskonflikt, in dem Regeln für Agrarprodukte und Dünger bereits nachjustiert wurden.
Verhandler arbeiten in den kommenden Wochen weiter
Trump sprach von einer möglichen Zollfreiheit für US-Bauern. Kanadas Premierminister beschrieb die geplante Vereinbarung als gegenseitig vorteilhaft. Ob und welche Düngerlieferungen ein Abkommen einschließen würde, geht aus den bislang genannten Verhandlungszielen nicht hervor.
Carney sagte, die Teams beider Länder würden in den kommenden Wochen an einer Einigung arbeiten. Für Landwirte und Unternehmen im grenzüberschreitenden Agrarhandel sind die konkreten Zollregeln der nächste wichtige Schritt.