Trump erhält Optionen für Angriffe auf Irans Nuklearziele
· VinciFi Redaktion

US-Vertreter haben Präsident Donald Trump mögliche Angriffe auf iranische Nuklearanlagen und von Teheran kontrollierte Inseln vorgestellt. Die Vorlage ist kein Einsatzbefehl; zugleich steht der Ölmarkt angesichts steigender Preise und regionaler Risiken unter Druck.**
Zu den Szenarien gehören Angriffe auf Tunnel und Zugänge iranischer Nuklearanlagen, darunter Pickaxe Mountain, sowie auf strategische Inseln. US-Vertreter legten Trump diese Optionen in den vergangenen Wochen vor. Bei einem Auftritt in Florida sagte Trump, die USA könnten eine weitere Militäraktion gegen Iran durchführen.
Militärische Optionen sind noch kein Einsatzbefehl
Die Vorlage möglicher Angriffsziele bedeutet für sich genommen nicht, dass ein Einsatz angeordnet wurde. Das Weiße Haus hatte erklärt, die USA würden vor den Zwischenwahlen am 3. November keine Angriffe auf Iran wieder aufnehmen. Die von US-Vertretern beschriebenen Szenarien und Trumps öffentliche Aussage zeigen, dass eine weitere Militäraktion erwogen wird. Einen festen Zeitplan für einen Angriff belegen sie nicht.
Brent erreicht den höchsten Stand seit April
Der Ölmarkt reagiert bereits auf die regionalen Risiken. Brent-Öl zur Lieferung im Dezember schloss am Freitag bei 116,72 US-Dollar je Barrel, dem höchsten Schlusskurs seit April. Der Preis stieg an diesem Tag um 3,1 Prozent. Auch US-Öl der Sorte WTI legte zu und beendete den Handel bei 103,27 US-Dollar je Barrel.
Zu den Belastungsfaktoren zählen Angriffe auf Schiffe rund um die Straße von Hormus und die Sorge vor einer erneuten Eskalation. Beides schürt Befürchtungen über mögliche Störungen der Ölversorgung. Der Preisanstieg geht damit nicht allein auf die bekannt gewordenen militärischen Szenarien zurück.
Die Zwischenwahlen in den USA finden am 3. November statt. Das Weiße Haus hatte seine Aussage, vor diesem Termin keine Angriffe wieder aufzunehmen, an diesen politischen Zeitrahmen geknüpft.