QatarEnergy hat mit Cheniere Energy Verträge über bis zu vier Millionen Tonnen
· VinciFi Redaktion

QatarEnergy hat mit Cheniere Energy Verträge über bis zu vier Millionen Tonnen US-LNG pro Jahr geschlossen. Der Preis ist an den US-Benchmark Henry Hub gekoppelt, eine Million Tonnen steht jedoch noch unter einem Investitionsvorbehalt.**
Zwei Millionen Tonnen jährlich sollen aus Chenières Anlage Sabine Pass in Louisiana kommen, weitere zwei Millionen aus Corpus Christi in Texas.
Die Verträge sehen Lieferungen auf FOB-Basis vor. Das bedeutet, QatarEnergy übernimmt den Transport ab dem US-Terminal. Als Preismaßstab dient Henry Hub, ergänzt um eine feste Gebühr. Damit ist der Preis für das vereinbarte Gas an einen wichtigen US-Gasmarkt-Benchmark gebunden.
Der Vertrag kommt in eine Zeit, in der der Iran-Krieg die LNG-Märkte im Golf belastet. Die Krise rund um die Straße von Hormus könnte nach Angaben QatarEnergys auch zusätzliche Ausbauzüge des Unternehmens verzögern. QatarEnergy-Chef Saad al-Kaabi bestätigte zudem, dass die Reparatur von zwei im Konflikt beschädigten LNG-Zügen in Ras Laffan drei Jahre dauern wird.
Die neuen US-Lieferungen dürften deshalb keine kurzfristige Lösung für die Störungen im Golf sein: Sie sollen erst Anfang der 2030er-Jahre beginnen. Für Cheniere bedeuten die Abkommen dagegen eine langfristige Abnahmevereinbarung.
Nach Angaben von Cheniere sollen die Lieferungen Anfang der 2030er-Jahre starten und bis Ende 2054 laufen.

