Nvidia soll Kunden zu weniger China-Engagement bewegen

· VinciFi Redaktion

Nvidia soll Kunden zu weniger China-Engagement bewegen

Einem Bericht zufolge soll Nvidia Rechenzentrumskunden dazu bewegen, ihr China-Engagement zu verringern. Das könnte den Zugang des Chipkonzerns zu einem ohnehin schrumpfenden Markt weiter erschweren.**

Wie klein der direkte China-Umsatz zuletzt war, zeigt der Blick auf Nvidias H200-Chips: Ihre Verkäufe machten laut Nvidia weniger als 1 Prozent des Rechenzentrumsumsatzes von 89 Mrd. US-Dollar im zweiten Quartal aus. Finanzchefin Colette Kress sagte Analysten zudem, dass Nvidias Ausblick keine Erlöse mit Rechenzentrumsprodukten in China enthalte.

Der Markt verliert für Nvidia zugleich an Gewicht. Im ersten Halbjahr 2026 lieferte der Konzern 678.000 KI-Beschleuniger für Rechenzentren nach China. Das waren 44 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Huawei kam im selben Zeitraum auf 572.000 Geräte und einen Marktanteil von 28 Prozent. Nvidia lag bei 34 Prozent.

Auch die chinesische Seite erschwert das Geschäft: Peking hat sich zuletzt gegen Käufe von Nvidia-Chips gestellt und setzt stärker auf heimische Anbieter wie Huawei. Damit könnten sich die Folgen einer Aufforderung an Rechenzentren über einzelne Lieferungen hinaus erstrecken. Wenn Betreiber ihre Infrastruktur und Geschäftsbeziehungen stärker aus China verlagern, könnte das auch die Nachfrage nach Nvidia-Hardware und der dazugehörigen Software-Plattform beeinflussen.

China-Geschäft lässt sich zudem nicht allein daran messen, wo ein Chip steht. Rechenleistung kann über ein Netzwerk auch von Servern in einem anderen Land genutzt werden; Kunden können Kapazität dort anmieten, während die Chips außerhalb Chinas bleiben. Für Anbieter von Cloud- und KI-Infrastruktur geht es deshalb auch darum, wo ihre Rechenzentren stehen und welche Kunden sie von dort bedienen.

Der nächste konkrete Einblick in Nvidias Geschäft folgt am 17. November. Dann hält das Unternehmen eine Telefonkonferenz zu den Ergebnissen des dritten Quartals seines Geschäftsjahres 2027 ab.

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