Lockheed Martin hebt Jahresausblick nach Umsatzplus an
· VinciFi Redaktion

Lockheed Martin steigerte den Umsatz im dritten Quartal um 11 Prozent auf 20,71 Mrd. US-Dollar; der Gewinn je Aktie lag bei 7,97 US-Dollar. Der Konzern hebt zum zweiten Mal in Folge seine Prognose für Umsatz, Gewinn je Aktie und freien Cashflow an.**
Der Auftragsbestand erreichte mit 292,0 Mrd. US-Dollar einen Rekord. Darin stecken 52,5 Mrd. US-Dollar aus einem mehrjährigen Auftrag für PAC-3-MSE-Abfangraketen. Die Aufträge bilden die Grundlage für künftige Umsätze, müssen aber erst abgearbeitet werden.
Auch die vier Geschäftsbereiche legten beim Umsatz zu. Aeronautics, zu dem das F-35-Programm gehört, steigerte die Verkäufe um 13 Prozent auf 8,2 Mrd. US-Dollar. Missiles and Fire Control kam auf 4,5 Mrd. US-Dollar, ein Plus von 24 Prozent. Rotary and Mission Systems setzte ebenfalls 4,5 Mrd. US-Dollar um, 3 Prozent mehr als vor einem Jahr. Der Bereich Space wuchs um 4 Prozent auf 3,5 Mrd. US-Dollar. Lockheed Martin lieferte im Quartal 43 F-35 aus.
Höhere Jahresziele neben Druck auf die F-35-Finanzierung
Für 2026 erwartet der Rüstungskonzern nun 80,00 bis 82,00 Mrd. US-Dollar Umsatz und einen Gewinn je Aktie von 30,35 bis 30,75 US-Dollar. Der freie Cashflow soll 7,80 bis 8,00 Mrd. US-Dollar erreichen. Im dritten Quartal lag er bei 3,00 Mrd. US-Dollar und damit über der Schätzung von 1,56 Mrd. US-Dollar. Der operative Gewinn betrug 2,44 Mrd. US-Dollar. Die operative Marge sank jedoch auf 11,8 Prozent, verglichen mit 12,3 Prozent im Vorjahresquartal.
Gleichzeitig wachsen die Kostenrisiken beim F-35: Für die Lots 20 bis 22 überstiegen angefallene Kosten die bestehende vertragliche Genehmigung und Finanzierung. Damit stehen höhere Jahresziele und ein Rekord-Auftragsbestand neben einem Finanzierungsengpass bei einem zentralen Programm. Lockheed Martin erklärte, die anhaltende Entwicklung im Geschäft gebe dem Unternehmen Vertrauen, Umsatz, Gewinn je Aktie und freien Cashflow erneut höher anzusetzen.
