Iran spricht von drei Tankerbränden in Hormus
· VinciFi Redaktion

Iranische Staatsmedien behaupten, am Dienstag hätten drei Öltanker in der Straße von Hormus Feuer gefangen. Abweichende Angaben zu den Vorfällen könnten die Unsicherheit rund um eine wichtige Ölroute erhöhen.**
Die iranische Revolutionsgarde hatte zuvor erklärt, binnen neun Tagen seien elf Tanker in der Meerenge in Brand geraten; einige seien gesunken. Auch diese Zahl stammt von iranischer Seite.
Zu den einzelnen Vorfällen gibt es unterschiedliche Angaben. Eine weitere iranische Darstellung spricht von zwei Öltankern, die nach Minentreffern auf einer nicht genehmigten Route Feuer gefangen hätten. Sie bestätigt damit nicht die von Iran genannte Zahl von drei Bränden am Dienstag.
Unabhängig davon meldete die britische maritime Sicherheitsstelle UKMTO einen Vorfall nahe Oman: Ein Tanker sei von einem unbekannten Geschoss getroffen worden, an Bord habe es gebrannt. Verletzte oder eine Verschmutzung des Meeres seien zunächst nicht gemeldet worden. Der Vorfall betrifft eine wichtige Schifffahrtsroute in der Region.
Hormus ist eine zentrale Ölroute
Durch die Straße von Hormus flossen 2024 im Durchschnitt rund 20 Millionen Barrel Öl pro Tag. Die Route verbindet die Förderländer am Persischen Golf mit Abnehmern auf der ganzen Welt. Wenn Zwischenfälle den Schiffsverkehr bremsen oder Umwege nötig machen, könnte das Lieferungen verzögern und Transport- sowie Versicherungskosten erhöhen.
Die Ölpreise lagen am Dienstag ebenfalls höher: Brent kostete 106,60 US-Dollar je Barrel, US-Öl der Sorte WTI 98,10 US-Dollar. Der Anstieg wurde mit Berichten über einen US-Angriff auf die iranische Insel Qeschm in Verbindung gebracht. Eine direkte Reaktion der Preise auf die Tankerbehauptung ist damit nicht belegt.
Für den Ölmarkt kommt es darauf an, ob die Vorfälle den Schiffsverkehr durch Hormus beeinträchtigen. Einschränkungen auf der Route könnten die verfügbaren Lieferungen und damit den Handel mit Rohöl belasten.