Indonesien-Dürre bremst Nickel für Batterien

· VinciFi Redaktion

Indonesien-Dürre bremst Nickel für Batterien

Wassermangel schränkt die Nickelverarbeitung in Indonesien ein und setzt damit auch Chinas Batterie-Lieferkette unter Druck. Besonders die Herstellung eines wichtigen Batterierohstoffs könnte betroffen sein.**

In Morowali auf Sulawesi fielen im August weniger als 4 Millimeter Regen.

Nickel Industries hatte mit seiner neuen Anlage Excelsior Nickel Cobalt (ENC) zuvor 50 Prozent der Nennkapazität erreicht. Der Wassermangel begrenzt den weiteren Hochlauf. Im Dezember könnte Regen die Betriebsbedingungen entlasten, erwartet das Unternehmen.

Für Batterien ist vor allem MHP relevant, ein Nickel-Zwischenprodukt, das bei der Verarbeitung über das HPAL-Verfahren entsteht. Wasserknappheit trifft diese Verarbeitung besonders: Die MHP-Produktion in Indonesien wird dadurch beeinträchtigt. Nickel-Roheisen, das vor allem in Edelstahl fließt, ist ein anderes Nickelprodukt. Wasserprobleme können die MHP-Herstellung daher stärker treffen als die Produktion von Nickel-Roheisen.

Das macht die Trockenheit für Batteriehersteller relevant, deren Lieferketten Nickel aus Indonesien einbeziehen. Die Auswirkungen reichen damit über einzelne Anlagen hinaus: Indonesien ist ein wichtiger Teil der globalen Nickelversorgung, während MHP als Zwischenprodukt in der Batterie-Wertschöpfungskette eingesetzt wird.

Für Nickel Industries ist der Beginn der Regenzeit im Dezember der nächste wichtige Termin. Das Unternehmen rechnet dann mit einer möglichen Entlastung für den Betrieb.

Unternehmen in diesem Artikel.

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