GSK: Mo-Rez mit 62 % Ansprechrate bei platinresistentem Eierstockkrebs
· VinciFi Redaktion

Die Daten aus einer frühen Studie geben dem Entwicklungsprogramm Rückenwind, belegen aber noch keinen Nutzen in einer zulassungsrelevanten Vergleichsstudie.**
Die Ergebnisse stammen aus der Phase-Ib-Erweiterung der BEHOLD-1-Studie. Ausgewertet wurden 45 Patientinnen, die die für die späteren Studien ausgewählte Dosis von 5,8 Milligramm je Kilogramm Körpergewicht erhielten. Bei 28 von ihnen schrumpften die Tumoren so, dass das Ansprechen nach den Studienkriterien bestätigt wurde. Die mediane Nachbeobachtung lag bei mehr als 13 Monaten.
GSK meldete außerdem ein medianes progressionsfreies Überleben von 11,1 Monaten. Die Ergebnisse beziehen sich auf eine einzelne Dosisgruppe einer frühen Studie und sind noch kein Vergleich mit einer Kontrollgruppe.
Auch die Nebenwirkungen gehören zum Bild: Bei 71 Prozent der 45 Patientinnen traten schwere behandlungsbedingte Nebenwirkungen ab Grad 3 auf, überwiegend Blutbildveränderungen. Bei 2 Prozent führten solche Nebenwirkungen zum Abbruch der Behandlung; bei 2 Prozent wurde eine interstitielle Lungenerkrankung oder Pneumonitis beobachtet. GSK bezeichnete das Sicherheitsprofil als konsistent mit zuvor veröffentlichten Daten.
Fünf Phase-III-Studien sollen die Wirkung prüfen
Mo-Rez, mit vollem Namen Mocertatug Rezetecan, ist ein noch nicht zugelassener Antikörper-Wirkstoff-Konjugat-Kandidat. Er zielt auf das Protein B7-H4 und transportiert einen Wirkstoff gegen Tumorzellen. GSK entwickelt ihn für verschiedene gynäkologische Krebsarten.
Laut GSK laufen inzwischen fünf zulassungsrelevante Phase-III-Studien. Eine davon prüft Mo-Rez bei platinresistentem Eierstockkrebs im Vergleich zur Standardbehandlung. Weitere Studien untersuchen platinempfindlichen Eierstockkrebs sowie unterschiedliche Situationen bei Eierstock- und Gebärmutterschleimhautkrebs. Die erste Patientin der Studie BEHOLD-Ovarian01 wurde im Juli aufgenommen.
Für GSK könnte ein Erfolg die Onkologie-Pipeline stärken. Entscheidend werden nun die Ergebnisse der Phase-III-Studien sein.


