Google plant 17-Milliarden-Rechenzentrum in Wyoming
· VinciFi Redaktion

Google plant in Wyoming sein erstes Rechenzentrum und beziffert die langfristige Investition auf 17 Milliarden US-Dollar. Der hohe Strombedarf könnte auch für die beteiligten Energieversorger zum wichtigen Geschäft werden.**
Der Standort liegt im Laramie County nahe Cheyenne. Google arbeitet für das Vorhaben mit Tallgrass Energy, Black Hills Energy, American Electric Power und Related Digital zusammen. Das Unternehmen will den gesamten Strom für das Rechenzentrum bezahlen und auch zusätzliche Infrastruktur finanzieren, die für das Projekt benötigt wird.
Ein Teil der Stromversorgung soll aus einer geplanten Brennstoffzellenanlage mit 702 Megawatt Leistung kommen. Für diese Anlage plant American Electric Power rund 4 Milliarden US-Dollar. Grundlage ist ein Stromabnahmevertrag mit Google über 20 Jahre. AEP und seine Partner wollen 2026 mit dem Bau beginnen. Bis Ende 2028 soll die Anlage vollständig betriebsbereit sein.
Google plant außerdem, das Rechenzentrum mit Luft statt Wasser zu kühlen. Damit soll der Wasserbedarf des Standorts sinken. Die geplante Anlage umfasst auch eine Technologie zur CO₂-Abscheidung.
Google erwartet, dass das Projekt Tausende Arbeitsplätze unterstützt. Das Unternehmen kündigt außerdem Investitionen in Bildung, berufliche Qualifizierung und lokale Initiativen an. Für die Region ist das Rechenzentrum damit nicht nur ein Bauprojekt, sondern auch ein langfristiger Ausbau von Energieversorgung und Infrastruktur.
Der Vertrag über 20 Jahre bindet AEP an den Strombedarf des Google-Standorts. Für Energieversorger kann der Ausbau großer Rechenzentren zusätzliche Nachfrage schaffen. Zugleich übernimmt Google nach eigenen Angaben die Kosten für den Strom, den der Standort verbraucht.
Der geplante Baubeginn für die Brennstoffzellenanlage liegt 2026. AEP erwartet den vollständigen Betrieb bis Ende 2028.
