Hammack sieht restriktivere Fed-Politik als nötig
· VinciFi Redaktion

Beth Hammack erwartet, dass die US-Geldpolitik restriktiver werden muss, um die Inflation rechtzeitig auf 2 Prozent zurückzuführen.**
Hammack beschreibt den Inflationsdruck als breit angelegt und durch Kräfte auf der Angebots- wie auf der Nachfrageseite geprägt. Deshalb hält sie eine restriktivere Ausrichtung für nötig, um die Teuerung wieder zum Ziel der Federal Reserve zu bringen.
Für die Einordnung zählt auch die Entwicklung der Verbraucherpreise. Im August lag die PCE-Inflation in den USA bei 3,4 Prozent, die Kern-PCE-Inflation bei 3,0 Prozent. Beide Werte lagen über dem Inflationsziel von 2 Prozent. Hammack erwartet, dass die Geldpolitik restriktiv werden muss, damit die Inflation rechtzeitig zum Ziel zurückkehrt.
Bei möglichen Anpassungen bevorzugt sie kleinere Schritte in kürzeren Abständen. Damit soll das Risiko sinken, dass die Notenbank später eine größere Korrektur vornehmen muss. Hammack beschreibt damit ihre bevorzugte Reaktionsweise auf die wirtschaftliche Entwicklung, nicht einen konkreten Zeitplan oder eine bereits beschlossene Zinsänderung. Sie hat ausdrücklich erklärt, dass ihre Erläuterung der Reaktionsfunktion keine Vorhersage für die Geldpolitik ist.
Der Offenmarktausschuss der Fed beließ die Zielspanne für den Leitzins am 28. Oktober bei 3,75 bis 4 Prozent. Dieser Beschluss steht neben Hammacks Einschätzung: Ihre Aussage gibt ihre eigene geldpolitische Haltung wieder und ist kein Beschluss des gesamten Ausschusses. Über den Leitzins entscheidet das Gremium gemeinsam.
Die nächste reguläre Sitzung des Offenmarktausschusses ist für den 8. und 9. Dezember angesetzt. Dann steht die nächste Zinsentscheidung der Fed an.