BMW senkt Auto-Margenprognose auf minus 0,5 bis plus 0,5 Prozent
· VinciFi Redaktion

BMW senkt die Prognose für die EBIT-Marge im Autogeschäft 2026 auf minus 0,5 bis plus 0,5 Prozent, nach zuvor 1 bis 3 Prozent. Der neue Korridor berücksichtigt auch einen nicht-operativen Ergebniseffekt der Maßnahmen im vierten Quartal.**
Die beschlossenen Struktur- und Portfoliomaßnahmen führen im vierten Quartal zu einem nicht-operativen Ergebniseffekt in der Autosparte. Für die EBIT-Marge vor diesen Maßnahmen hält BMW an seiner Erwartung von mehr als 2,0 Prozent fest. Die operative Entwicklung im dritten Quartal bezeichnet der Konzern als solide.
Auch den Ausblick für den freien Cashflow im Autogeschäft lässt BMW unverändert: Für 2026 rechnet der Konzern mit mehr als 2,5 Milliarden Euro. Die Prognose trennt damit die erwartete Marge vor Maßnahmen von den Folgen, die BMW im vierten Quartal einplant.
Der Umbau wird ausgeweitet, während die Nachfrage nach Modellen der Neuen Klasse laut BMW hoch ist. Der Konzern will den Produktionshochlauf beschleunigen und dadurch ältere Fahrzeug- und Technikgenerationen früher auslaufen lassen. Zudem soll der Abbau von Managementfunktionen schneller umgesetzt werden. Beim Kapitalmarkttag Ende September hatte BMW bereits weitreichende Entscheidungen getroffen und erste Maßnahmen eingeleitet. Für 2028 setzt der Konzern als Zwischenziel eine EBIT-Marge von 3 bis 5 Prozent in der Autosparte; langfristig peilt er 8 bis 10 Prozent an.
Die Absatzdaten zeigen zugleich, wie unterschiedlich sich die Regionen entwickeln. In den ersten neun Monaten 2026 gingen die Auslieferungen der BMW-Marke in China um 21,2 Prozent zurück. Weltweit lieferte der Konzern bis Ende September 1.707.799 Fahrzeuge aus, 4,9 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. In Europa und den USA legten die Auslieferungen dagegen zu.
Der vollständige Quartalsbericht mit der aktualisierten Prognose soll am 4. November erscheinen. Dann legt BMW weitere Details zur Entwicklung im dritten Quartal und zum Ausblick für das Gesamtjahr vor.
