Bericht: Boehly-Konsortium plant Tausch für Lukoil-Assets

· VinciFi Redaktion

Bericht: Boehly-Konsortium plant Tausch für Lukoil-Assets

Ein von Todd Boehly geführtes Konsortium soll einen Wertpapier-Tausch vorbereiten, um Lukoils Auslandsvermögen zu übernehmen. Ein solcher Deal wäre jedoch noch nicht genehmigt und könnte an den US-Sanktionsauflagen scheitern.**

Im Zentrum stehen Lukoil International GmbH und deren Beteiligungen außerhalb Russlands. Dazu zählen laut Berichten ein internationales Netz aus Ölfeldern, Raffinerien und Tankstellen. Der mögliche Käuferkreis wird von US-Investor Todd Boehly angeführt. Konkrete Einzelheiten zum geplanten Tauschgeschäft sind bislang nicht bestätigt.

Entscheidend ist die Haltung des US-Finanzministeriums. Die Behörde OFAC erlaubt derzeit Verhandlungen und den Abschluss von Verträgen, sofern diese ausdrücklich von einer gesonderten Genehmigung abhängig gemacht werden. Die geltende Lizenz läuft am 21. November 2026 aus. Sie erlaubt aber nicht, den Verkauf oder die Übertragung der Vermögenswerte tatsächlich abzuschließen.

US-Auflagen setzen einem Tausch enge Grenzen

OFAC nennt Bedingungen für eine mögliche spätere Freigabe: Lukoils Verbindung zu seiner Auslandsgesellschaft müsse vollständig gekappt werden. Geld, das Lukoil zusteht, müsse bis zur Aufhebung der Sanktionen auf einem Konto unter US-Kontrolle blockiert bleiben. Außerdem dürfe der Konzern keinen unmittelbaren wirtschaftlichen Vorteil erhalten. Die Behörde nennt ausdrücklich einen Tausch von Vermögenswerten oder Aktien als Beispiel für einen unzulässigen Vorschuss.

Damit steht die in dem Bericht genannte Tauschstruktur in einem Spannungsverhältnis zu den veröffentlichten US-Kriterien. Ob ein konkreter Vorschlag anders gestaltet werden könnte, ist offen. Für Lukoil wäre eine Veräußerung der internationalen Beteiligungen ein wichtiger Schritt, um sich von Vermögenswerten außerhalb Russlands zu trennen. Die USA hatten den russischen Ölkonzern 2025 sanktioniert, um den Druck auf Russlands Energiesektor zu erhöhen.

Bis zu einer gesonderten OFAC-Genehmigung kann aus Verhandlungen kein vollzogener Verkauf werden. Die bestehende Erlaubnis für Gespräche und bedingte Verträge endet am 21. November.

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