Volkswagen plant Gehalts-Nullrunden bis 2030
· VinciFi Redaktion

Volkswagen plant laut Arbeitnehmervertretung, die Gehälter seiner weltweit rund 660.000 Beschäftigten bis 2030 auf dem Stand von 2026 zu halten. Noch ist das keine tarifliche Vereinbarung, die Pläne treffen auf laufende Tarifgespräche.**
Die Personalverantwortlichen weltweit sollen nach Angaben des Europäischen und Weltkonzernbetriebsrats keine Gehaltserhöhungen bis 2030 einplanen. Die Vorgabe gelte bereits seit Anfang Oktober. Volkswagen äußerte sich zu den Plänen nicht.
In Deutschland arbeiten rund 275.000 Menschen für Volkswagen und seine Töchter. Etwa 130.000 davon fallen unter den Haustarif des Konzerns. Über die Entgelte wird in den anstehenden Verhandlungen gesprochen. Die IG Metall fordert fünf Prozent mehr Geld.
Volkswagen verschärft den Sparkurs
Der Gehaltsplan kommt in einer Phase, in der Volkswagen seine Tarifregelungen neu verhandeln will. Im September kündigte der Konzern an, mehrere Tarifverträge zum Jahresende zu kündigen. Volkswagen begründete den Schritt mit der schwierigen Lage der Autoindustrie und dem Wunsch nach mehr Handlungsspielraum. Der Konzern hatte dazu eine Wiederöffnungsklausel im Tarifvertrag genutzt.
Auch der Zukunftsplan 2030 sieht einen Umbau vor. Der Aufsichtsrat billigte im September eine gruppenweite Anpassung der Belegschaft um rund 50.000 Stellen, einschließlich Führungspositionen. Volkswagen begründet den Plan mit verändertem Kundenbedarf und dem technologischen Wandel in der Autoindustrie. Ein Gehaltsstopp könnte die Personalkosten zusätzlich begrenzen, würde aber auch die Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern prägen.
Der Gehaltsplan ist bislang eine Vorgabe des Vorstands an die Personalverantwortlichen, während die Tarifgespräche noch laufen. Für die Beschäftigten in Deutschland geht es dabei auch um die Forderung der IG Metall nach höheren Entgelten.