US-Schlussauktion: MOC-Werte mit vier Vorzeichen
· VinciFi Redaktion

Die MOC-Werte vor dem US-Börsenschluss zeigen bei vier großen Marktgruppen unterschiedliche Vorzeichen. Sie geben einen Einblick in den Orderfluss zum Handelsende, sind aber nicht mit der Tagesentwicklung der Indizes gleichzusetzen.**
Für den S&P 500 wurden 452,9 Millionen ausgewiesen, für den Dow 30 115,2 Millionen. Der Nasdaq 100 lag bei minus 132,4 Millionen, die MAG 7 bei minus 222,6 Millionen. Die Zahlen beziehen sich auf die Schlussauktion am 13. Oktober; eine Währung nennt der Datensatz nicht.
Ein Vergleich mit dem Vortag zeigt deutlich andere Werte. Am 12. Oktober lag der MOC-Wert des S&P 500 bei 1.235,1 Millionen und der des Nasdaq 100 bei 807,3 Millionen. Für den Dow 30 waren es 99,2 Millionen, für die MAG 7 156,5 Millionen. Die Größenordnung und die Vorzeichen fielen damit bei mehreren Gruppen anders aus als am 13. Oktober.
Auch die Entwicklung der Indizes am 12. Oktober war gemischt: Der Dow Jones stieg um 0,38 Prozent, der S&P 500 gab 0,06 Prozent nach und der Nasdaq 100 verlor 0,71 Prozent. Das zeigt, warum MOC-Werte nicht als Tagesrendite gelesen werden sollten: Sie beziehen sich auf Aufträge rund um die Schlussauktion, nicht auf die gesamte Handelssitzung.
MOC steht für „Market-on-Close“, also Aufträge, die zum Börsenschluss ausgeführt werden sollen. Die NYSE beschreibt eine Imbalance in ihrer Schlussauktion als Kauf- oder Verkaufsvolumen, das sich zum Referenzpreis nicht mit gegenüberliegenden Aufträgen zusammenführen lässt. Solche Angaben betreffen damit den Preisfindungsprozess am Tagesende. Ein Vorzeichen allein belegt jedoch nicht, wie sich ein Index über den ganzen Handelstag entwickelt hat.
Die nächste Schlussauktion liefert wieder einen neuen Momentwert für den Orderfluss unmittelbar vor dem US-Börsenschluss.