Ueda: Nahostkonflikt verschärft Inflationsdruck
· VinciFi Redaktion

Japans Notenbankchef Kazuo Ueda sieht den Konflikt im Nahen Osten als Treiber höherer Energiepreise und weiterer angebotsbedingter Inflationsrisiken. Das erhöht den Druck auf die Bank of Japan, die Preisentwicklung nahe ihrem Ziel von 2 Prozent zu halten.**
Die zugrunde liegende Inflation nähere sich dem Ziel der Bank of Japan von 2 Prozent. Ueda betonte, es werde wichtiger, sie um diesen Wert zu stabilisieren.
Schon in einer Rede Anfang Oktober beschrieb Ueda einen ähnlichen Kostendruck: Höhere Rohölpreise, ein schwächerer Yen und die wachsende Nachfrage nach KI-Produkten trieben die Erzeugerpreise. Preissteigerungen zwischen Unternehmen kämen allmählich auch bei Verbraucherinnen und Verbrauchern an. Zugleich würden Firmen höhere Löhne zunehmend in ihre Verkaufspreise einrechnen. Die zugrunde liegende Teuerung bewege sich deshalb näher an die 2-Prozent-Marke.
Für die Geldpolitik zählt, ob dieser Druck anhält und sich in der breiten Preisentwicklung festsetzt. Im September hob die Bank of Japan den Leitzins auf 1,25 Prozent an. Ueda sagte Anfang Oktober, weitere Erhöhungen seien grundsätzlich möglich, falls die Wirtschafts- und Preisentwicklung den Erwartungen entspreche. Zeitpunkt und Tempo sollten aber von der tatsächlichen Lage und den Risiken abhängen. Die Notenbank sieht die Finanzierungsbedingungen weiterhin als locker an.
Die nächste geldpolitische Sitzung der Bank of Japan ist für den 29. und 30. Oktober angesetzt. Dort entscheidet der Zentralbankrat über den weiteren Kurs.