Trump deutet weitere Iran-Angriffe an
· VinciFi Redaktion

US-Präsident Donald Trump deutet eine weitere militärische Operation gegen Iran an. Eine Eskalation könnte die Sorge um die Ölversorgung und die Märkte verstärken.**
Trump sagte, die USA hätten Iran bereits schwer getroffen und könnten „noch ein Stück weitergehen“ (übersetzt). Er begründete seine Haltung mit dem Ziel, Iran am Bau einer Atomwaffe zu hindern.
Berichten zufolge haben US-amerikanische und israelische Militärs Pläne für neue Angriffe nach den Zwischenwahlen in den USA ausgearbeitet. Als mögliche Ziele gelten Irans Nuklearanlagen, Energieinfrastruktur sowie Raketen- und Drohnenkapazitäten.
Die Äußerungen fallen in eine Phase hoher Anspannung am Energiemarkt. Brent-Öl stieg am Freitag um 3,1 Prozent und schloss bei 116,72 US-Dollar je Barrel, dem höchsten Schlussstand seit Ende April. Auch US-Öl der Sorte WTI beendete den Handel höher. Der S&P 500 gab am Freitag um 0,4 Prozent nach. Steigende Ölpreise belasteten die Aktienkurse.
Ein möglicher Übertragungsweg führt über die Straße von Hormus. Durch diese Meerenge wird Öl aus dem Persischen Golf verschifft. Die US-Energiebehörde erklärte im Juni, dass die Passage im Zuge des Konflikts weiterhin weitgehend geschlossen sei und Förderländer im Nahen Osten ihre Produktion um mehr als 11 Millionen Barrel pro Tag gekürzt hätten. Zusätzliche Angriffe oder eine weitere Störung des Schiffsverkehrs könnten die Sorge vor knapperem Angebot und höheren Energiepreisen verschärfen.
Berichten zufolge beziehen sich die ausgearbeiteten Pläne auf die Zeit nach den US-Zwischenwahlen am 3. November. Trumps Äußerung bringt die Möglichkeit eines weiteren Einsatzes gegen Iran erneut in den Fokus.