S&P: MOC-Imbalance von minus. Dollar
· VinciFi Redaktion

Für den S&P 500 wurde eine negative MOC-Imbalance von 3.610,1 Mio. Dollar ausgewiesen. Solche Order-Ungleichgewichte können die Preisbildung in der Schlussauktion beeinflussen.**
Auch für den Nasdaq 100, den Dow 30 und die Gruppe „Mag 7“ lagen die gemeldeten Werte im Minus: bei 3.048,4 Mio., 1.347,1 Mio. und 1.652,0 Mio. Dollar. MOC steht für „Market-on-Close“ und bezeichnet die Schlussauktion, in der Aufträge zum Handelsschluss zusammengeführt werden. Die vier Angaben beziehen sich auf unterschiedliche Börsenkörbe und Aktiengruppen.
Die Werte sind keine Indexstände oder Tagesrenditen. Sie beschreiben ein Ungleichgewicht von Aufträgen in der Schlussauktion. Eine größere Abweichung kann den Handel zum Tagesende beeinflussen, weil die unausgeglichenen Aufträge dort ausgeführt werden. Das Ausmaß der MOC-Imbalance lässt sich deshalb nicht mit einem prozentualen Kursverlust des jeweiligen Index gleichsetzen.
Am selben Handelstag notierte der S&P 500 um 14:08 Uhr New Yorker Zeit 0,53 Prozent höher, der Nasdaq Composite 1,18 Prozent und der Dow Jones 0,03 Prozent. Das waren Zwischenstände vor der Schlussauktion. Sie zeigen, dass ein negativer MOC-Wert neben steigenden Indexständen auftreten kann: Die Kennzahl erfasst die Auftragslage zum Auktionsschluss, nicht die bisherige Tagesbewegung.
Zum Handelsschluss legte der S&P 500 um 0,6 Prozent zu, der Nasdaq Composite stieg um 1,2 Prozent. Die Schlussauktion bündelt Aufträge zum offiziellen Tagesendkurs; die MOC-Werte geben dabei einen Einblick in das Verhältnis von Kauf- und Verkaufsaufträgen, ersetzen aber nicht die tatsächlich festgestellten Schlusskurse.