Rubio: Indien und Türkei schlagen Getreidepläne vor
· VinciFi Redaktion

US-Außenminister Marco Rubio sagte, Indien und die Türkei hätten Vorschläge zur Wiederaufnahme von Getreidetransporten im Schwarzen Meer gemacht. Ein sicherer Seeweg könnte ukrainische Agrarausfuhren erleichtern, vereinbart ist ein neuer Korridor bislang nicht.**
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, die Ukraine verhandle mit Indien, der Türkei und Ägypten über eine Wiederaufnahme ziviler Schifffahrt. Im Mittelpunkt stehen Agrarausfuhren. Als Möglichkeit nannte er eine sichere Durchfahrt für Schiffe unter den Flaggen dieser Länder, die ukrainische und russische Häfen anlaufen würden. (R3, R6)
Zugleich sehe er damals keine unmittelbare Aussicht auf eine Wiederbelebung des früheren Getreideabkommens. (R1)
Schwarzmeerhäfen können große Mengen verschiffen
Die ukrainischen Schwarzmeerhäfen können laut den berichteten Angaben bis zu 40 Millionen Tonnen Getreide je Vermarktungssaison verschiffen. Seit August seien solche Transporte wegen russischer Angriffe auf Hafenanlagen und Schiffe zum Erliegen gekommen. Selenskyj sagte, diese Mengen ließen sich nicht allein über die Schiene bewegen. (R3)
Das frühere Abkommen zur Schwarzmeer-Getreideinitiative wurde 2022 unter Vermittlung der Türkei und der Vereinten Nationen geschlossen. Russland stieg im Juli 2023 aus dem Abkommen aus. (R1)
Indiens Außenminister Subrahmanyam Jaishankar erklärte Anfang Oktober, Neu-Delhi spreche mit Moskau und Kyjiw über die Sicherheit der Schifffahrt sowie über Getreide- und Energieexporte. Die Gespräche betreffen damit neben dem Getreidetransport auch weitere Ausfuhren. Eine sichere Route könnte für Agrarmärkte wichtig sein, weil die Schwarzmeerhäfen große Exportmengen abwickeln können. (R18, R3)
Rubios Äußerung folgt auf diese diplomatischen Bemühungen. Russland prüft nach Alimows Angaben Vorschläge und führt Gespräche mit der Türkei; eine Wiederaufnahme des früheren Abkommens ist damit noch nicht vereinbart. (R1)