Ras Tanura: Feuer nahe Ölhafen offenbar eingedämmt
· VinciFi Redaktion

Ein Feuer nahe Saudi-Arabiens wichtigem Ölexportterminal Ras Tanura ist Berichten zufolge eingedämmt worden. Weil der Standort für den Öltransport wichtig ist, könnte eine Unterbrechung der Verladungen den Markt bewegen.**
Die Raffinerie in Ras Tanura kann täglich bis zu 550.000 Barrel Rohöl verarbeiten. Der Hafen am Persischen Golf zählt zugleich zu den wichtigen Ausfuhrstandorten Saudi-Arabiens.
Eine Person mit Kenntnis der Lage sagte, der Brand habe sich am frühen Dienstag ereignet und stehe mit einem Angriff in der Region in Verbindung. Eine Bestätigung durch Saudi-Arabien oder Saudi Aramco lag zunächst nicht vor. Das Ausmaß möglicher Schäden war zunächst unklar.
Am selben Tag teilte der Sprecher der von Saudi-Arabien geführten Koalition mit, die Luftabwehr habe drei ballistische Raketen abgefangen, die auf die Ostprovinz gerichtet gewesen seien. Die Koalition meldete außerdem vier abgefangene Drohnen in Richtung der südlichen Region. Diese Angaben zeigen die Sicherheitslage in Saudi-Arabien, belegen aber keinen Zusammenhang mit dem Feuer.
Der Standort war bereits zuvor von Angriffen betroffen: Saudi Aramco schloss die Raffinerie Anfang Februar nach einem Drohnenangriff. Im März nahm das Unternehmen sie wieder in Betrieb.
Am Dienstag stieg Brent um 0,6 Prozent auf 116,50 US-Dollar je Barrel. US-Rohöl der Sorte WTI verteuerte sich um 0,7 Prozent auf 102,50 US-Dollar. Solche Preisbewegungen können auch von weiteren Nachrichten aus der Region beeinflusst werden; sie lassen sich daher nicht allein dem Feuer zuordnen.
Ras Tanura ist sowohl Raffineriestandort als auch wichtiger Umschlagplatz für Rohöl und raffinierte Produkte. Eine Unterbrechung der Verladungen könnte deshalb über mögliche Schäden am Standort hinaus die Einschätzung der weltweiten Ölversorgung beeinflussen. Der weitere Betrieb des Exportterminals ist damit ein wichtiges Signal für den Ölmarkt.



