NAR-Index: US-Hausverträge fallen um 7,3 %

· VinciFi Redaktion

NAR-Index: US-Hausverträge fallen um 7,3 %

Der US-Index für unterschriebene Kaufverträge über bestehende Häuser sank im September um 7,3 Prozent, obwohl nur ein Minus von 0,5 Prozent erwartet worden war. Weil solche Verträge den späteren Verkaufsabschlüssen vorausgehen, könnte der Einbruch auf weniger Hausverkäufe in den kommenden Monaten hindeuten.**

Der Rückgang folgt auf einen leichten Anstieg: Im August hatte der Index im Monatsvergleich noch um 0,3 Prozent zugelegt. Im Jahresvergleich lag der nicht saisonbereinigte Wert im September 12,6 Prozent niedriger. Für August nennt der aktuelle Vergleich ein Minus von 4,7 Prozent; zuvor waren 4,9 Prozent ausgewiesen worden. Der September-Wert fiel damit auch im Jahresvergleich deutlich schwächer aus.

Der Index der National Association of Realtors (NAR) erfasst unterschriebene Verträge für bestehende Häuser, deren Verkauf noch nicht abgeschlossen ist. Solche Verträge werden üblicherweise innerhalb von ein bis zwei Monaten abgeschlossen. Der Index gibt daher einen frühen Hinweis auf spätere Verkaufsabschlüsse, bildet aber nicht dieselben Transaktionen ab wie die Statistik zu vollzogenen Verkäufen.

Diese beiden Messgrößen liefen im September auseinander. Die abgeschlossenen Verkäufe bestehender Häuser stiegen gegenüber August um 1,5 Prozent, lagen im Jahresvergleich aber 2,2 Prozent niedriger. Zugleich wuchs der Bestand unverkaufter Häuser gegenüber August um 1,9 Prozent auf 1,60 Millionen. Das entsprach einem Angebot von 4,8 Monaten beim damaligen Verkaufstempo. Mehr verfügbare Häuser und weniger neue Verträge zeichnen damit unterschiedliche Seiten desselben Marktes: Das Angebot nahm zu, während die Zahl der unterschriebenen Kaufverträge kräftig sank.

Als Belastungsfaktor nannte NAR-Chefökonom Lawrence Yun höhere Hypothekenzinsen in den vergangenen Wochen. Sie bedeuteten nach seiner Einschätzung, dass sich weniger Käufer für einen Kauf qualifizieren können. Für Makler und andere Anbieter rund um Wohnimmobilien kann die Zahl neuer Verträge wichtig sein, weil sie Hinweise auf kommende Abschlüsse liefert. Ein einzelner Monatswert belegt allerdings keine bestimmte Entwicklung bei einzelnen börsennotierten Unternehmen.

Der September-Einbruch könnte auf weniger Abschlüsse in den kommenden ein bis zwei Monaten hindeuten.

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