Musks Rückhalt könnte Gespräche erschweren
· VinciFi Redaktion

Eine nicht namentlich genannte Quelle hält es für möglich, dass Elon Musks öffentliche Unterstützung die Gespräche über eine Fusion von Tesla und SpaceX erschwert. Beide Unternehmen prüfen den Zusammenschluss über Sonderausschüsse; Bedingungen sind noch nicht vereinbart.**
Bei einem Quartalsgespräch von SpaceX sagte Musk, er könne wegen möglicher Interessenkonflikte nicht an den Beratungen der Sonderausschüsse teilnehmen. Zugleich bezeichnete er einen Zusammenschluss als gute Idee. Die Ausschüsse haben nach seinen Angaben noch keine Einigung über die Bedingungen einer Transaktion erzielt.
Zwischen den Unternehmen gibt es auch personelle Verbindungen. Ira Ehrenpreis, der bei Tesla die Vergütungs- und Governance-Ausschüsse leitet, trat im Februar dem Verwaltungsrat von SpaceX bei. Das könnte die Aufmerksamkeit darauf lenken, wie unabhängig die Prüfung abläuft und wie mögliche Interessenkonflikte behandelt werden.
Musk verwies auf mögliche gemeinsame Projekte in den Bereichen Software für künstliche Intelligenz, Chipentwicklung, Robotik und Konnektivität. Eine Fusion würde Teslas Elektroautogeschäft mit den Raumfahrt- und Satellitenaktivitäten von SpaceX zusammenführen. Eine Quelle hält Musks öffentliche Unterstützung für einen möglichen erschwerenden Faktor in den Verhandlungen. Bei einem Zusammenschluss könnten auch die Bewertungen der Unternehmen und die Aufteilung eines gemeinsamen Unternehmens zu Verhandlungsthemen werden.
Für Aktionäre könnte der mögliche Zusammenschluss damit sowohl neue Geschäftsmöglichkeiten als auch Fragen zur Bewertung und zur Unternehmensführung aufwerfen. Teslas für den 3. Dezember angesetzte Hauptversammlung bietet nach den veröffentlichten Unterlagen keine eigene Abstimmung über die Fusion. Die Sonderausschüsse prüfen die Idee weiter.



