SpaceX: Anthropic soll 34,5 Prozent des Q3-Umsatzes stellen
· VinciFi Redaktion

Berichten zufolge war Anthropic im dritten Quartal der größte Einzelkunde von SpaceX und stand für 34,5 Prozent des Umsatzes. Der mehrjährige Rechenleistungsvertrag könnte SpaceX hohe Einnahmen bringen, bindet aber einen großen Umsatzanteil an einen Kunden.**
Anthropic veröffentlichte am 26. Oktober den S-1-Antrag für den geplanten Börsengang. Darin beziffert das KI-Unternehmen seine möglichen Ausgaben für Rechenkapazität von SpaceX bis 2029 auf bis zu 120,5 Mrd. US-Dollar. Der Betrag ist eine Obergrenze, kein fest zugesagter Gesamtumsatz. Sobald die gesamte Kapazität bereitsteht, sollen die monatlichen Zahlungen rund 3,1 Mrd. US-Dollar erreichen. Anthropic erwartet diesen Ausbaustand im Dezember 2026.
SpaceX nannte den Kunden in seiner Quartalsunterlage nur „Customer B“. Berichten zufolge handelt es sich dabei um Anthropic. SpaceX und Anthropic haben diese Zuordnung nicht bestätigt. Die 34,5 Prozent beziehen sich auf den gesamten Quartalsumsatz von SpaceX. Die Ausgaben des Kunden entfielen laut den Unterlagen auf die Sparte Super Intelligence, die Rechenleistung und Software anbietet.
SpaceX setzte im dritten Quartal insgesamt 14,6 Mrd. US-Dollar um. Der Umsatz lag damit 161 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Super Intelligence erzielte 7,6 Mrd. US-Dollar, ein Plus von 830 Prozent. Ein weiterer Großkunde, in der Unterlage „Customer A“ genannt, stand für 16,6 Prozent des Umsatzes. Der Anteil von „Customer B“ lag im Vorjahresquartal noch unter der Schwelle von 10 Prozent.
Anthropics Vereinbarungen mit SpaceX betreffen den Zugang zu Rechenleistung auf Basis von NVIDIA-Grafikprozessoren.
Die Vereinbarungen haben unterschiedliche anfängliche Laufzeiten, die im Januar und März 2027 enden. Danach können beide Unternehmen die jeweiligen Verträge mit einer Frist von 90 Tagen kündigen. Der nächste wichtige Schritt für den vereinbarten Umfang ist der von Anthropic erwartete Kapazitätsausbau im Dezember 2026.


