Micron-CTO will CXMTs 4F²-Ansatz nicht verfolgen

· VinciFi Redaktion

Micron-CTO will CXMTs 4F²-Ansatz nicht verfolgen

Microns CTO Scott DeBoer sagt laut einem Bericht, der Konzern werde CXMTs 4F²-DRAM-Ansatz nicht verfolgen. Im Wettbewerb geht es auch darum, wie viel Speicher sich auf einer Chipfläche unterbringen lässt.**

DeBoer stellte Berichten zufolge die Dichtevorteile von CXMTs Design infrage und verwies auf grundlegende Probleme. Micron setzt demnach auf andere technische Wege, darunter 3D-DRAM. DeBoers Aussage ist seine Einschätzung zu CXMTs Ansatz, keine allgemeine Festlegung Microns zu sämtlicher 4F²-Forschung.

Bei 4F² beschreibt das „F“ die minimale Strukturbreite eines Halbleiters. CXMT arbeitet an einer Speicherzellen-Architektur, die weniger Fläche pro Zelle beanspruchen soll. Ein kleinerer Platzbedarf könnte es ermöglichen, mehr Speicher auf einem Chip unterzubringen. Für Hersteller zählt dabei nicht nur die mögliche Dichte, sondern auch, ob sich die Technik mit den nötigen Leistungswerten und in großen Stückzahlen fertigen lässt.

CXMTs erster angekündigter 4F²-Speicher soll ein DDR5-RDIMM für Server sein und bis Jahresende kommen. Der Ansatz mit vertikalen Transistoren könnte die Fläche einer Speicherzelle laut einem Bericht auf dem Papier um ein Drittel verkleinern. Konkrete Angaben zu Geschwindigkeit und Kapazität nennt derselbe Bericht nicht. Ein geplanter Start wäre für sich genommen noch kein Nachweis für eine großvolumige Fertigung.

Micron erwartet, dass seine 1-Delta-DRAM- und G11-NAND-Technologien in der zweiten Jahreshälfte 2027 hochlaufen. NAND ist ein anderer Speichertyp als DRAM. Der Zeitplan zeigt, dass Micron parallel an mehreren Produktgenerationen arbeitet; DeBoers Kritik an CXMTs Architektur ist dabei eine technische Position und nicht automatisch eine Aussage über die Wirtschaftlichkeit aller Speicheransätze.

Für die Branche kann die Konkurrenz um dichtere Speicherzellen Kosten und Wettbewerbsposition beeinflussen, falls sich eine Architektur zuverlässig und in großen Stückzahlen fertigen lässt. Micron hatte für den 21. Oktober ein Technologie-Webinar mit DeBoer als Leiter angekündigt. Als nächsten konkreten Zeitrahmen für den Hochlauf der genannten eigenen Technologien nennt das Unternehmen die zweite Jahreshälfte 2027.

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