Jemenitische Militärquelle droht Riad und Ölanlagen
· VinciFi Redaktion

Eine jemenitische Militärquelle droht, Riad werde nicht sicher sein und saudische Ölanlagen stünden im Visier von Raketen. Die Äußerung kommt nach einem Angriff auf einen Aramco-Komplex und könnte Sorgen um Risiken für die Ölversorgung verstärken.**
Am 18. Oktober hatten Sanaa-nahe Kräfte Beschäftigte, Arbeiter und Zivilisten erneut davor gewarnt, sich saudischen Ölanlagen zu nähern. Die aktuelle Äußerung stellt neben den Anlagen nun ausdrücklich auch die Hauptstadt als mögliches Ziel dar. Einen Zeitpunkt für einen Angriff nennt die Militärquelle nicht.
Bei einem früheren Angriff wurde ein Verwaltungsgebäude auf dem Gelände von Saudi Aramco getroffen. Das saudische Energieministerium meldete dort ein begrenztes Feuer. Der Vorfall zeigt, dass Energieinfrastruktur bereits zum Ziel eines Angriffs geworden ist. Er belegt für sich genommen jedoch keine Unterbrechung der Ölversorgung.
Aramco-Chef Amin Nasser bezeichnete das Energiesystem des Königreichs als intakt. Die Aussage steht neben den Berichten über den Treffer und das Feuer am Aramco-Gelände. Für die Einschätzung der Lage ist damit entscheidend, ob weitere Angriffe tatsächlich Anlagen treffen und ob daraus Schäden an der Infrastruktur entstehen.
Saudi Aramco ist direkt betroffen, weil sich der frühere Angriff gegen einen Aramco-Komplex richtete und die neue Drohung saudische Ölanlagen einschließt. Für den Ölmarkt könnte eine Eskalation relevant werden, falls Förder- oder Verarbeitungsanlagen beschädigt werden oder Exporte beeinträchtigt sind. Die Drohung allein belegt weder einen solchen Schaden noch einen Ausfall von Lieferungen. Sie kann aber das geopolitische Risiko für die saudische Energieinfrastruktur erhöhen.
Die Warnung folgt auf eine Reihe von Angriffen und Gegenschlägen zwischen Saudi-Arabien und den jemenitischen Kräften. Damit bleibt die Sicherheit saudischer Energieanlagen ein möglicher Übertragungskanal vom Konflikt auf den Ölmarkt.



