Jaroslawl: Gouverneur meldet Schäden an Raffinerie
· VinciFi Redaktion

Der Gouverneur der Region Jaroslawl berichtet von Schäden an der Raffinerie Slavneft-YANOS nach einem Drohnenangriff. Das Werk produziert unter anderem Kraftstoffe; eine längere Unterbrechung könnte die regionale Versorgung belasten.**
Der Gouverneur Michail Jewrajew rief in der Nacht zum 3. November zunächst eine Drohnen- und später eine Raketenwarnung aus. Anwohner berichteten von Explosionen und Bränden.
Slavneft-YANOS stellt Benzin, Diesel und Flugkerosin her. Zu den Abnehmern zählen Flughäfen und Unternehmen der russischen Rüstungsindustrie. Ein längerer Produktionsausfall könnte deshalb neben der regionalen Kraftstoffversorgung auch Lieferungen an diese Abnehmer belasten.
Der September-Angriff setzte die Anlage bereits unter Druck
Die Raffinerie wurde schon am 17. September angegriffen. Damals wurde eine Rohöl-Verarbeitungseinheit beschädigt, die rund 40 Prozent der Anlagenkapazität ausmachte.
Slavneft, die Eigentümerin des Werks, wird laut Berichten zu gleichen Teilen von Rosneft und Gazprom kontrolliert. Für den russischen Energiesektor liegt die mögliche Wirkung vor allem in der Raffinerieproduktion: Falls der Betrieb erneut länger beeinträchtigt wird, könnte weniger Benzin, Diesel oder Flugkerosin aus dem Werk für die belieferten Regionen und Abnehmer verfügbar sein.