Iran fordert Anerkennung für neue Hormus-Route
· VinciFi Redaktion

Der Iran verlangt die Anerkennung einer neuen Schifffahrtsroute durch die Straße von Hormus, auf die sich Teheran und Oman Berichten zufolge verständigt haben. Eine veränderte Führung der Tanker könnte den Öltransport aus der Golfregion beeinflussen.**
Iranische Stellen sollen zudem darauf drängen, alternative Routen zu schließen. Die Vereinbarung wäre damit nicht nur eine technische Änderung: Sie könnte Teherans Einfluss darauf stärken, wie Schiffe die Meerenge passieren.
Die Einigung ist einem informierten, nicht namentlich genannten Gesprächspartner zufolge das Ergebnis technischer und diplomatischer Gespräche zwischen Teheran und Maskat.
Angriffe halten den Schiffsverkehr unter Druck
Die Verhandlungen laufen in einer angespannten Lage. Oman evakuierte nach einem Angriff 25 Besatzungsmitglieder von einem brennenden Handelsschiff in der Straße von Hormus. Die iranischen Revolutionsgarden erklärten, sie hätten vier Tanker gestoppt, die sie beschuldigten, nicht genehmigte Routen zu benutzen. Solche Vorfälle erhöhen für Reedereien die Risiken und können Fahrten durch die Meerenge erschweren.
Die US-Energiebehörde meldete im Juli, dass der Schiffsverkehr nach einer Vereinbarung zwischen den USA und dem Iran vom 18. Juni zugenommen habe. Sie erwartete, dass sich die weltweiten Ölproduktion und Handelsströme bis Jahresende wieder nahezu auf das Niveau vor dem Konflikt erholen. Neue Regeln für die Passage könnten diese Entwicklung beeinflussen, wenn sie die Durchfahrt begrenzen oder zusätzliche Bedingungen schaffen.
Als nächster Schritt wird eine formelle Bekanntgabe der Iran-Oman-Vereinbarung bei einem Treffen der Außenminister der Golfstaaten erwartet. Damit dürfte sich zeigen, wie die neue Route ausgestaltet werden soll und welche Rolle die übrigen Anrainerstaaten dabei erhalten.