Hormus: Rubio sieht Ölfluss fast auf Vorkriegsniveau

· VinciFi Redaktion

Hormus: Rubio sieht Ölfluss fast auf Vorkriegsniveau

US-Außenminister Marco Rubio zufolge fließt an manchen Tagen fast so viel Öl durch die Straße von Hormus wie vor dem Krieg.**

Die Straße von Hormus verbindet den Persischen Golf mit dem Golf von Oman und dem Arabischen Meer. Für den Ölmarkt ist sie eine entscheidende Engstelle: Die US-Energiebehörde EIA bezifferte den Öltransport durch die Meerenge im ersten Halbjahr 2025 auf durchschnittlich 20,9 Millionen Barrel pro Tag. Das entsprach laut der Behörde etwa einem Fünftel des weltweiten Verbrauchs flüssiger Erdölprodukte.

Rubios Vergleich bezieht sich nicht auf einen einzelnen Tageswert. Er sagte, dass an einigen Tagen nahezu das Vorkriegsniveau erreicht worden sei, während der Durchschnitt der letzten zehn Tage bei 13 bis 14 Millionen Barrel täglich gelegen habe. Damit beschreibt er eine teilweise Erholung des Verkehrs, nicht die Rückkehr des gesamten Zeitraums zum früheren Durchschnitt.

Andere Tankerdaten zeigen eine Erholung

Eine Kpler-Auswertung, die Ende September veröffentlicht wurde, bezifferte den Sieben-Tage-Durchschnitt der Rohöltransporte durch Hormus auf 13,5 Millionen Barrel pro Tag. Kpler ordnete diesen Wert damals dem Vorkriegsniveau zu. Die Daten beziehen sich auf einen früheren Zeitraum als Rubios jüngste Aussage, stützen aber die Einschätzung, dass der Durchfluss wieder deutlich gestiegen war.

Für den Ölhandel zählt, wie viele Lieferungen die Meerenge tatsächlich passieren und ob diese Bewegung anhält. Eine anhaltende Erholung könnte die Sorge vor einem knappen Angebot am Weltmarkt mindern. Umgekehrt könnten neue Störungen die Risikoprämie auf Öl wieder erhöhen. Die Meerenge bleibt damit ein wichtiger Faktor für die Einschätzung, wie verlässlich Lieferungen aus der Golfregion sind.

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