Hormus: Containerschiff von Geschoss getroffen
· VinciFi Redaktion

Ein Containerschiff ist in der Straße von Hormus von einem unbekannten Geschoss getroffen worden. Der Vorfall erhöht die Risiken auf einer wichtigen Route für den Öltransport und könnte die Energiemärkte weiter unter Druck setzen.**
Die britische Seesicherheitsstelle UKMTO meldete, eine verifizierte Quelle habe einen Treffer auf ein Containerschiff durch ein unbekanntes Geschoss gemeldet.
Die iranischen Revolutionsgarden schildern den Vorfall anders: Sie sprechen von einer Seemine, einem Feuer und dem Untergang des Schiffs mit mehr als 2.500 Containern. Nach ihrer Darstellung nutzte es eine nicht genehmigte Route. Die UKMTO hatte einen Treffer durch ein unbekanntes Geschoss gemeldet.
Ölpreise reagieren auf Risiken in der Meerenge
Die Straße von Hormus ist eine zentrale Route für den globalen Energiehandel. Nach Angaben der US-Energiebehörde EIA fließen im Durchschnitt rund 20 Millionen Barrel Öl pro Tag durch die Meerenge. Das entspricht etwa einem Fünftel des weltweiten Verbrauchs an Erdölprodukten und rund einem Viertel des seegestützten Ölhandels.
Am Mittwochmorgen stiegen die Öl-Futures nach Treffern auf zwei Schiffe in der Region: Brent verteuerte sich bis 03:45 Uhr GMT um 63 Cent auf 106,32 US-Dollar je Barrel. US-Öl der Sorte West Texas Intermediate legte um 66 Cent auf 94,80 US-Dollar zu. Die Kursbewegung bezog sich auf die Vorfälle in der Meerenge insgesamt, nicht allein auf den Treffer des Frachters.
Durch die Meerenge fließen im Durchschnitt rund 20 Millionen Barrel Öl pro Tag. Weitere Störungen könnten deshalb die Ölversorgung und die Preise beeinflussen.