Hormus: Containerschiff GFS Pride gesunken
· VinciFi Redaktion

Die GFS Pride ist nach einem Treffer in der Straße von Hormus gesunken, alle 21 Besatzungsmitglieder wurden gerettet. Weitere Angriffe könnten den Schiffsverkehr auf einer Route beeinträchtigen, deren Störungen bereits Öl- und Produktströme verändert haben.**
Nach dem Treffer geriet das Schiff in Brand. Die Maritime and Port Authority of Singapore (MPA) teilte mit, dass die Besatzung am 13. Oktober während der Durchfahrt durch die Meerenge in Gefahr geriet. Verletzte wurden nicht gemeldet.
Davon zu unterscheiden ist der Massengutfrachter Cape Dao. Er war bereits am 23. September getroffen worden; dabei kam ein Besatzungsmitglied ums Leben. Am 14. Oktober wurde das Schiff nach einem gescheiterten Rettungsversuch als sinkend gemeldet.
Auch ein weiteres Containerschiff wurde getroffen
Die MPA bestätigte, dass auch die GFS Giselle von einem unbekannten Flugkörper getroffen wurde. Das Schiff erlitt Schäden am Rumpf, erreichte aber aus eigener Kraft einen sicheren Ankerplatz. Alle 22 Besatzungsmitglieder waren in Sicherheit.
Warum die Route für Ölmärkte zählt
Die Straße von Hormus ist ein wichtiger Korridor für den internationalen Schiffsverkehr. Ob sich Vorfälle auf den Ölhandel auswirken, hängt auch davon ab, ob Schiffe die Passage weiter nutzen können. Im Juni berichtete die US-Energiebehörde EIA, dass Störungen der Rohöl- und Produktausfuhren durch die Meerenge die Nachfrage nach US-Lieferungen erhöht hatten. Die US-Nettoexporte von Rohöl und Ölprodukten erreichten im April mit 5,8 Mio. Barrel pro Tag einen Rekord; im Mai lagen sie laut EIA nahe diesem Wert. Im Juli meldete die Behörde, dass der Schiffsverkehr nach einer Vereinbarung zur Wiederöffnung der Meerenge wieder zugenommen hatte.
Sie verurteilte die Angriffe auf die Handelsschifffahrt und verwies auf die Pflicht, die Sicherheit von Schiffen und Seeleuten zu wahren.