Google: Milliardenklage wegen App-Gebühren
· VinciFi Redaktion

Google steht Berichten zufolge in Großbritannien einer Klage über 1,2 Milliarden Pfund wegen angeblich überhöhter Gebühren für App-Downloads gegenüber. Der Streit könnte finanzielle Folgen haben und das Gebührenmodell des Play Store unter Druck setzen.**
Was passiert ist
Berichten zufolge geht es in einem britischen Verfahren gegen Google um Forderungen von 1,2 Milliarden Pfund. Im Mittelpunkt stehen angeblich überhöhte Gebühren für App-Downloads. Die Summe beschreibt die geltend gemachte Forderung, nicht eine bereits verhängte Geldstrafe.
Die Kanzlei Hausfeld, die die Klägerseite vertritt, hatte den Beginn der Verhandlung vor dem britischen Wettbewerbsgericht Competition Appeal Tribunal für den 5. Oktober 2026 angekündigt. Als Vertreterin der betroffenen Kundinnen und Kunden führt Liz Coll das Sammelverfahren.
Hintergrund
Nach Angaben der Kanzlei wird die Klage im Namen von rund 20 Millionen britischen Verbrauchern und Unternehmen geführt. Betroffen sind Käufe von Apps, digitalen Inhalten und Abonnements in der britischen Version des Google Play Store auf Android-Geräten mit vorinstalliertem Play Store.
Die Klägerseite wirft Google vor, seine marktbeherrschende Stellung missbraucht und dadurch gegen Wettbewerbsrecht verstoßen zu haben. Ihre Argumentation: Eine Provision von 30 % habe zu überhöhten Preisen für Nutzer geführt. Das ist der Vorwurf der Klägerseite, keine hier berichtete gerichtliche Feststellung.
Damit reicht der Streit über den ursprünglichen Download einer App hinaus. Auch digitale Inhalte und Abonnements gehören laut der Kanzleimitteilung zum Gegenstand des Verfahrens.
Was das bedeuten kann
Ein Erfolg der Klägerseite könnte Google finanziell belasten. Wie hoch eine mögliche Zahlung ausfallen könnte, lässt sich aus der geltend gemachten Summe allein nicht ableiten.
Ein Urteil gegen das Gebührenmodell könnte außerdem Druck auf die künftige Gestaltung der Provisionen ausüben. Für Anleger wäre damit neben einer möglichen Einmalzahlung auch die Frage relevant, ob sich die wirtschaftlichen Bedingungen des App-Geschäfts verändern könnten.