Gilead hebt Umsatzprognose an, EPS-Ausblick sinkt
· VinciFi Redaktion

Gilead Sciences meldet für Q3 2026 einen Umsatz von 8,3 Mrd. US-Dollar und übertrifft damit die Analystenschätzung von 7,81 Mrd. US-Dollar. Zugleich hebt der Pharmakonzern seine Umsatzprognose für 2026 an, während die bereinigte Gewinnprognose je Aktie wegen einer milliardenschweren Übernahmebelastung sinkt.**
Der Nettogewinn betrug 2,429 Mrd. US-Dollar. Je Aktie verdiente Gilead nach US-Rechnungslegung 1,94 US-Dollar, bereinigt waren es 2,55 US-Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag damit über der Analystenschätzung von 2,19 US-Dollar.
Ohne das Medikament Veklury erzielte Gilead mit seinen Produkten 8,2 Mrd. US-Dollar Umsatz, 16 % mehr als vor einem Jahr. Das HIV-Geschäft wuchs um 18 % auf 6,2 Mrd. US-Dollar. Dazu trug das Medikament Biktarvy mit 4,1 Mrd. US-Dollar Umsatz und einem Plus von 10 % bei. Descovy setzte 1,0 Mrd. US-Dollar um, 49 % mehr als im Vorjahresquartal. Veklury-Umsätze fielen dagegen um 69 % auf 86 Mio. US-Dollar.
Für das Gesamtjahr erwartet Gilead nun Produktumsätze von 31,0 bis 31,3 Mrd. US-Dollar. Zuvor hatte die Spanne bei 30,1 bis 30,4 Mrd. US-Dollar gelegen. Die Prognose für den bereinigten Gewinn je Aktie verschlechterte sich dagegen von minus 0,65 bis minus 0,30 US-Dollar auf minus 1,20 bis minus 0,85 US-Dollar.
Der Grund ist eine Belastung aus erworbenen Forschungs- und Entwicklungsprojekten, deren Entwicklung noch läuft. Gilead beziffert diese erworbenen Projekte auf 12,4 Mrd. US-Dollar und ihren Einfluss auf die Gewinnprognose je Aktie auf rund 9,88 US-Dollar. Der Konzern sagt, die Umsatzprognose für das Basisgeschäft seit Jahresbeginn insgesamt um 1,6 Mrd. US-Dollar angehoben zu haben.
Für Q4 2026 kündigte Gilead eine Dividende von 0,82 US-Dollar je Aktie an. Bis 2030 plant das Unternehmen zudem Investitionen von 32 Mrd. US-Dollar in die Forschung in den USA.
