Frankreichs BIP schrumpft, Inflation steigt auf 3,8 %
· VinciFi Redaktion

Frankreichs BIP sank im dritten Quartal vorläufig um 0,1 Prozent, während die harmonisierte Inflation im Oktober auf 3,8 Prozent stieg. Die Zahlen zeigen zugleich eine schrumpfende Wirtschaftsleistung und stärkeren Preisdruck.**
Im zweiten Quartal hatte sich Frankreichs BIP gegenüber dem Vorquartal nicht verändert. Für das dritte Quartal war ein Plus von 0,1 Prozent erwartet worden. Auch im Jahresvergleich lag die Wirtschaftsleistung 0,1 Prozent niedriger; erwartet worden war ein Anstieg um 0,3 Prozent, nach 0,5 Prozent im Vorquartal.
Die Aufschlüsselung der Quartalszahlen zeigt gegenläufige Entwicklungen. Die Exporte sanken um 1,7 Prozent, nachdem sie im zweiten Quartal um 2,8 Prozent gestiegen waren. Der Außenhandel zog das BIP-Wachstum um 0,6 Prozentpunkte nach unten. Die Importe nahmen um 0,1 Prozent zu. Auch die Bruttoanlageinvestitionen gingen zurück: um 0,6 Prozent nach einem Minus von 0,5 Prozent im Vorquartal.
Der Konsum der privaten Haushalte entwickelte sich dagegen positiv. Er stieg im dritten Quartal um 0,4 Prozent, nach 0,2 Prozent im zweiten Quartal. Davon zu unterscheiden sind die monatlichen Verbraucherausgaben: Im September sanken sie gegenüber August um 0,5 Prozent. Im Jahresvergleich lagen sie 0,4 Prozent niedriger, nachdem sie im August noch um 0,8 Prozent gestiegen waren.
Auch bei den Preisen gab es im Oktober einen Anstieg. Im September waren es 3,4 Prozent. Der französische Verbraucherpreisindex stieg im Jahresvergleich auf 3,4 Prozent, nach 3,1 Prozent. Gegenüber dem Vormonat legten sowohl der harmonisierte Index als auch der französische Index um 0,4 Prozent zu, nachdem beide im September um 0,3 Prozent gesunken waren.
Die BIP-Zahl für das dritte Quartal ist eine vorläufige Schätzung. Die Oktoberwerte zeigen zugleich einen höheren harmonisierten Jahreswert als im September, während die jüngsten Verbraucherausgaben zurückgingen.