Die Unterstützung soll Branchen helfen
· VinciFi Redaktion

Die Unterstützung soll Branchen helfen, die von US-Zöllen und Handelsstörungen betroffen sind.**
In Hamilton und Nanticoke geriet Stelco zuletzt wegen geplanter Entlassungen in den Fokus. Die Tochter des US-Konzerns Cleveland-Cliffs kündigte im September den Abbau von Hunderten Arbeitsplätzen an. Die Bundesregierung drohte daraufhin mit rechtlichen Schritten: Sie wirft Cleveland-Cliffs vor, verbindliche Zusagen zum Erhalt von Arbeitsplätzen verletzt zu haben, die das Unternehmen beim Kauf von Stelco 2024 gemacht hatte. Dazu gehörte, fünf Jahre lang mindestens so viele gewerkschaftlich organisierte Beschäftigte in Kanada zu halten.
Cleveland-Cliffs hält dagegen, dass Stelco bei beschichtetem Stahl in Kanada nicht mehr wettbewerbsfähig sei. Das Unternehmen führt den Handelskonflikt mit den USA und eine aus seiner Sicht unzureichende Reaktion Ottawas auf günstige Importe als Gründe an. Damit trifft das Paket auf eine konkrete Auseinandersetzung um Produktion und Beschäftigung in der kanadischen Stahlbranche.
Auch auf kommunaler Ebene gab es bereits Unterstützung für vom Zollkonflikt betroffene Unternehmen. Ontario stellte Hamilton 390.000 kanadische Dollar aus einem Förderprogramm bereit. Damit soll eine städtische Initiative im Umfang von 588.000 kanadischen Dollar Unternehmen helfen, vor allem in der Stahl- und Fertigungsindustrie.
Neben Stahl und Autos nennt das gemeinsame Paket kritische Mineralien als Zielbereich. Berichten zufolge soll es auch zusätzliche Mittel für Projekte in der Ring-of-Fire-Region im Norden Ontarios umfassen. Die Provinz sieht dort reiche Vorkommen und hatte Ottawa um eine Beteiligung an einer Straße in das abgelegene Gebiet gebeten. Das könnte den Zugang zu geplanten Rohstoffprojekten erleichtern.
Für Anleger betrifft die Ankündigung vor allem die Stahl- und Autoindustrie sowie Unternehmen entlang der Mineralien-Lieferkette. Am 5. November will die kanadische Regierung den Haushalt für 2026 vorlegen.
