BoC sieht Ölpreise als Risiko für weitere Kosten
· VinciFi Redaktion

Die Bank of Canada sieht die Gefahr, dass hohe Ölpreise auch andere Kosten antreiben. Eine Zinserhöhung könnte den breiteren Preisdruck bremsen, wäre damit aber nicht als bereits beschlossen oder vollzogen beschrieben.**
Öl- und Energiepreise schlagen zunächst direkt bei Benzin, Diesel und Heizkosten durch. Die Sorge der Bank ist, dass Unternehmen höhere Kosten weitergeben und daraus ein breiterer Preisanstieg entsteht.
In ihrer Unternehmensbefragung für das dritte Quartal berichteten Firmen von steigenden Inflationserwartungen. Sie führten diese unter anderem auf hohe globale Ölpreise und Handelsspannungen zurück. Die Bank beobachtet damit sowohl den Kostendruck als auch die wirtschaftlichen Risiken eines strafferen Kurses.
Auch Verbraucher nannten Energiepreise und Handelsspannungen als wichtige Ursachen für Inflation. Das zeigt, dass der Preisdruck nicht allein über den unmittelbaren Preis an der Zapfsäule wahrgenommen wird. Für die Geldpolitik ist entscheidend, ob höhere Energiekosten die Preis- und Lohnentscheidungen in weiteren Bereichen beeinflussen.
Die Aussage der Bank beschreibt den möglichen Grund für einen Zinsschritt, nicht automatisch eine bereits vollzogene Leitzinserhöhung. Ihre Zinsentscheidung veröffentlicht die Bank zusammen mit dem geldpolitischen Bericht, der ihre Einschätzung zu Inflation und Wachstum enthält.